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Viel los auf den Bürgerämtern in Frankfurt

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Von: Georg Leppert

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Eileen O’Sullivan wirbt um Verständnis bei der Bürgerinnen und Bürgern in Frankfurt.
Eileen O’Sullivan wirbt um Verständnis bei der Bürgerinnen und Bürgern in Frankfurt. © Renate Hoyer

Alle Geflüchtete müssen sich registrieren. Die zuständige Dezernentin schlägt jetzt Alarm.

Angespannt war die Personalsituation in den Frankfurter Bürgerämtern ohnehin schon. Klagen über zu wenig Termine gab es auch schon lange. Mit der Ankunft zahlreicher geflüchteter Menschen aus der Ukraine spitzt sich die Lage aber noch einmal deutlich zu.

Die Geflüchteten müssten sich nach der Ankunft in Frankfurt zunächst beim Bürgeramt anmelden und sich ins Melderegister aufnehmen lassen, sagte Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt). Erst dann seien weitere behördliche Schritte möglich. Dieser Ablauf – O’Sullivan spricht von einer „nie da gewesenen Herausforderung“ – binde viel Personal, deshalb könnte es in den nächsten Wochen mit Terminen auf den Bürgerämtern noch einmal enger werden.

Mittelfristig hofft O’Sullivan das Prozedere zu vereinfachen. Die Stadt arbeite an „einer Lösung, den Kriegsflüchtlingen den Behördengang so einfach und unbürokratisch wie nur irgendwie möglich zu machen“.

Anliegen aufschieben

Bis diese gefunden ist, wirbt die Dezernentin um Verständnis für den eingeschränkten Bürgerservice. Zwar würden weiterhin jeden Morgen um 7 Uhr im Internet Termine auf den Ämtern freigeschaltet. Und auch im Laufe des Tages lohne sich ein Blick auf die Website der Stadt Frankfurt, da es auch immer wieder freie Kapazitäten durch Absagen gebe.

Aber: Wer nichts Dringendes zu erledigen habe, sollte seinen Besuch beim Amt noch hinauszögern, bittet O'Sullivan. Unter anderem wegen des nun verpflichtenden Umtauschs von Führerscheinen, die noch auf Papier ausgestellt wurden, und neuen Regeln für die Gültigkeit von Kinder-Reisepässen seien die Bürgerämter ohnehin stark belastet.

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