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Eier, Eier, Eier: Klar, wir sind ja auch auf dem Ostermarkt im Frankfurter Dominikanerkloster. 

Ostermarkt im Dominikanerkloster

Viel Lob fürs Selbstgemachte

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Der Ostermarkt im Dominikanerkloster macht Spaß – und der Erlös hilft MS-Kranken.

Buntbemalte Ostereier, wohin das Auge blickt, an manchem Stand in geflochtenen Nestern drapiert, an anderen liebevoll an kleinen Birkenäste gehängt. Beim mittlerweile 35. Frankfurter Ostermarkt herrscht in den Räumlichkeiten des Dominikanerklosters in der Kurt-Schumacher-Straße wieder mal geschäftiges Treiben. An zwei Tagen wird auf dem traditionsreichen Kunsthandwerkermarkt an knapp 60 Ständen eine vielfältige Auswahl geboten. Von reichlich verzierten Ostereiern über Aquarell- und Porzellanmalerei, Papiercollagen, Floristik und Keramik bis hin zu thüringischer Glaskunst ist hier alles zu finden, was sich fürs hochwertige Dekorieren zum nahenden Frühling eignet.

Doch nicht nur das: Denn mit den Einnahmen aus Standmiete und Eintrittsgeld zum Ostermarkt werden auch dieses Jahr wieder der hessische Landesverband der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG) und örtliche MS-Selbsthilfegruppen unterstützt.

Seit über 30 Jahren ist Ingrid Bauer in die Organisation des Ostermarkts eingebunden und freut sich beim Passieren der vielen kleinen Stände, „dass es uns noch immer gelingt, den Markt frei von Kommerz zu halten und die Erlöse für eine gute Sache zu spenden“. Über das Wochenende verteilt rechnet sie mit etwa 2500 Besuchern und berichtet, „dass wir bereits jetzt viele positive Rückmeldungen bekommen haben“.

An einem kleinen Stand im ersten Stockwerk des Klosters sitzt Käthe Westphal, die ebenfalls seit über 30 Jahren beim Ostermarkt dabei und seit 2011 mit Bauer maßgeblich für die Organisation zuständig ist. An ihrem Stand bietet sie eine vielfältige Auswahl an bunten und aufwendig verzierten „Ostereiern in Geschenkpapier“ zum Verkauf an, die sie allesamt selbst hergestellt hat. „Die sind nicht so empfindlich wie gewöhnliche Ostereier, und die Leute sagen, die sehen aus wie gemalt“, freut sie sich.

Nur wenige Meter entfernt hat auch ihr Enkel Lars Hasselsweiler aus dem nordrhein-westfälischen Wesel einen eigenen Stand. Bereits als Kind habe er seiner Großmutter immer auf dem Ostermarkt geholfen, erzählt er. Seit etwa fünf Jahren ist er selbst mit einem eigenen Stand vertreten und bietet kleine, filigran gefaltete Papierschmetterlinge in allen erdenklichen Farben und Mustern an.

Gut gelaunt und mit zwei voll bepackten Jutebeuteln in den Händen verlassen Kathrin Stickert aus Neu-Isenburg und Anette Dosch aus Heidelberg das ehemalige Kloster. Die beiden sind alte Schulfreundinnen und haben sich den gemeinsamen Besuch des Ostermarkts bereits vor vielen Jahren zur Tradition gemacht.

„Das Besondere ist, dass hier nur Selbstgemachtes angeboten wird“, betont Stickert und schwärmt von dem „wirklich hochwertigen und traumhaften Kunsthandwerk“. Ihre Freundin Dosch hebt zudem hervor, „dass man hier ja auch nicht einfach nur einkaufen geht“. Vielmehr lerne man die Leute an den Ständen oftmals auch kennen, „plaudert eine Runde mit ihnen und erfährt dabei etwas über ihre Tätigkeit“, sagt sie abschließend erfreut.

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