Verwaltung

Viel Erfahrung an der Spitze des Sportamts

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Angelika Strötz ist jetzt offiziell die Chefin über 55 Sportanlagen und macht Personaldezernent Majer ein Stück weit stolz.

Das Sportamt der Stadt Frankfurt hat eine neue Leiterin. Angelika Strötz wird die Position ab dem 1. Juni übernehmen, teilte die Stadt mit. Überraschend kommt das nicht. Strötz leitet das Amt mit seinen rund 150 Mitarbeitern bereits seit vergangenem Jahr kommissarisch. Die Stelle musste aber nach dem Wechsel des Vorgängers Georg Kemper zur Stabstelle Europameisterschaft 2024 neu ausgeschrieben und die Neubesetzung vom Magistrat genehmigt werden. „Ich habe mich ganz normal beworben“, sagt Strötz. Einen Fürsprecher hatte die Diplom-Verwaltungswirtin in ihrem Vorgesetzten, Sportdezernent Markus Frank (CDU). „Angelika Strötz ist eine anerkannte und engagierte Leiterin des Sportamtes“, ist sich Frank sicher. Sie verfüge „über ein umfangreiches sportfachliches Know-how“

Die notwendige Erfahrung bringt die 59-Jährige auf alle Fälle mit, sie arbeitet bereits seit 1978 bei der Stadt und seit 2002 im Bereich Sport. Im Vorfeld der WM 2006 hatte der damalige Sportdezernent Achim Vandreike (SPD) viele neue Aufgaben zu vergeben. Strötz nutzte die Chance, wechselte nach der Weltmeisterschaft im Juli 2007 fest ins Sportamt und war auch für Projekte wie das Internationale Turnfest 2009 und die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 zuständig. Zuletzt war sie im Amt für die Abteilung Sportförderung, Veranstaltungen und Sportstättenvergabe verantwortlich, zuletzt in Doppelfunktion mit der kommissarischen Leitung des Amts.

Die Abteilungsleitung wird Strötz jetzt abgeben, aber über mangelnde Arbeit braucht sich die Nidderauerin nicht zu beklagen. Denn ihr Amt fungiert als Ansprechpartner für 410 Sportvereine und betreut 55 Sportanlagen im Stadtgebiet. Weil die Sportanlagen immer stärker frequentiert werden und ausgelastet sind, hat sich das Sportamt unter der Ägide von Strötz in den vergangenen Monaten neu aufgestellt und die Abteilung „Bau und Technik“ geschaffen. Bislang waren viele Arbeiten rund um die Erhaltung und Entwicklung von Sportanlagen extern eingekauft worden. Das soll sich künftig ändern und die Prozesse auch beschleunigen.

Noch geraume Zeit beschäftigen wird das Amt auch die Schaffung neuer Kunstrasenplätze, mit denen jede der 55 Sportanlagen ausgestattet werden sollen. Derzeit gibt es 40 Kunstrasenplätze in der Stadt, Tendenz steigend. Allein in diesem Jahr sollen sechs weitere hinzukommen, kündigt Strötz an.

Zur Neubesetzung des Sportamts hat sich übrigens auch Stefan Majer (Grüne) zu Wort gemeldet. Der Personaldezernent ist stolz, mit Strötz eine weitere Frau in leitende Funktion gebracht zu haben. „An 21 der 46 Ämter und Referate stehen Frauen an der Spitze. Wir haben die Parität also fast erreicht“, so Majer. Zuletzt war Clarissa Böckl als neue Geschäftsführerin der Sportpark GmbH in eine leitende Funktion aufgerückt. Mit Böckl hatte sich Strötz einst unter Vandreike gemeinsam ein Büro geteilt.

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