Zoo Fankfurt

Viel Betrieb am Eingang Rhönstraße

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Zoo legt Zahlen für das vergangene Jahr vor. Online-Tickets sollen mehr werden.

Die neue Pinguin-Anlage, Eintrittskarten aus dem Internet und eine Zukunftsvision für die Tieranlagen: Das waren aus Sicht der Zoo-Leitung die Höhepunkte des vergangenen Jahres.

Genau 824 691 Mal ging ein Mensch 2019 in den Frankfurter Zoo; 5,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Schuld am Rückgang gibt der Zoo vor allem dem Regenwetter im Januar, Mai, September und Oktober. Der Eingang Rhönstraße, Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet, wurde 17 864 Mal genutzt: 35 Prozent häufiger als im Vorjahr. Online-Tickets gingen seit Mitte Juni knapp 9000 Mal raus. Das Verfahren will der Zoo noch stärker bewerben.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) freut sich über das Interesse der Zoobesucher: „In Zeiten, in denen wir uns dem Verlust der Artenvielfalt entgegenstellen müssen, ist der Zoo ein Ort, an dem man nicht nur lernen, sondern auch aktiv werden kann.“ Das bestärke sie, die Entwicklung gemeinsam mit Zoodirektor Miguel Casares voranzutreiben.

Beide hatten im September das Konzept „Zookunft 2030+“ präsentiert, das weitreichende Umbauten vorsieht, die Vergesellschaftung von Tierarten und große Hallen für zwei Erdteile.

4652 Tiere in 448 Arten zählten die Tierpfleger bei der Inventur – nicht mitgerechnet die unzähligen Insekten im Exotarium. Säugetiere: 1012 Individuen in 89 Arten, davon allein rund 600 Brillenblattnasen im Grzimekhaus. Neu dabei seit 2019: Kugelgürteltiere und Wasserschweine. Nach 15 Jahren gab es endlich wieder Nachwuchs bei den Bongos, außerdem gleich mehrere Junge bei Addax-Antilopen, Alpakas, Rostkatzen und Erdmännchen. Abschied nehmen hieß es dagegen von der jungen Löwin Mira, die einem Gendefekt des Gehirns erlag, und von Monique, der Grand Dame im Giraffenhaus. Sie wurde 25 Jahre alt.

Berghaubenwachtel und Falklandkarakara schraubten die Zahl der Vogelarten im Zoo auf 72 mit insgesamt 286 Individuen. Im Exotarium waren 368 Reptilien in 65 Arten zu registrieren, 285 Amphibien in 19 Arten, 2016 Fische in 133 Arten und 685 Wirbellose in 70 Arten.

Noch ein paar Zahlen? 943 Führungen für Schulen und Privatpersonen machte die Bildungsabteilung. 2479 Personen und Gruppen pflegten zum Stichtag 2848 Tierpatenschaften. „Eine großartige Unterstützung, für die wir uns herzlich bedanken“, betont Casares. Und gemeinsam mit Partnern sammelte der Zoo bundesweit 4252 alte Handys ein. Die Rohstoffe darin helfen, die Heimat der Berggorillas vor Abbauarbeiten zu schützen.

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