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Frankfurt: VGF will klimafreundlicher werden

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Von: Florian Leclerc

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U-Bahnen der VGF sind teilweise auf 100 Metern durchgehend begehbar. Foto: Peter Jülich
U-Bahnen der VGF sind teilweise auf 100 Metern durchgehend begehbar. © Peter Jülich

In der konstituierenden Sitzung diskutiert der Mobilitätsausschuss unter anderem über die Straßenbahn.

Stefan Majer (Grüne) war schon mal Verkehrsdezernent, von 2011 bis 2016. Als er das Dezernat an Klaus Oesterling (SPD) übergab, schenkte Majer ihm einen Staffelstab. Den habe Oesterling nun zurückgegeben, sagte Majer. „In ein paar Jahren werde ich ihn weitergeben.“

In der konstituierenden Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Smart City, der früher Verkehrsausschuss hieß, wurde Anna Pause (SPD) zur Vorsitzenden gewählt; Uwe Schulz (FDP) zum Stellvertreter. Auf der Magistratsbank saßen Stefan Lüdecke und Wolfgang Siefert. Majer hat Lüdecke als Referent, zuständig für Radverkehr, aus Oesterlings Dezernat übernommen. Siefert ist ebenfalls Referent. Er soll Majer in zwei Jahren, wenn dieser in den Ruhestand geht, als Verkehrsdezernent nachfolgen.

Noch fährt die VGF mit Kohlestrom

Michael Rüffer, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), stellte die Klimaziele des Unternehmens vor. Haltestellen würden begrünt, zuletzt an der Station Louisa und Neu-Isenburg Stadtgrenze; Schienen geweißt, damit sie in der Sommerhitze nicht bersten. Dächer sollen Photovoltaik erhalten, Gleise mit Sedum bepflanzt werden. Ein Zustandsmonitoring soll voraussagen, wann Weichen wahrscheinlich defekt, der Fahrdraht brüchig werden könnte. Die ersten beiden 40 Meter langen T-Straßenbahnwagen seien da und würden ab Dezember fahren.

„Man kann Blumenkübel aufstellen und Dächer begrünen, aber die VGF fährt noch immer mit Kohlestrom aus dem Heizkraftwerk West“, sagte Daniela Mehler-Würzbach (Linke). „Die Tram wird nicht hoch genug gewichtet“, sagte Manfred Zieran (Ökolinx) mit Verweis auf den geplanten U-Bahn-Tunnel für die U4 von Bockenheim nach Ginnheim. „Du bist in den 80er Jahren stehen geblieben“, sagte Majer. Die Trambahnlinien zum Frankfurter Bogen und auf der Stresemannallee seien zuletzt eröffnet worden. Planungen für die Tram nach Bad Vilbel, Neu-Isenburg, Langen, in Höchst und als Ringstraßenbahn lägen vor.

Auch unter neuem Namen - es bleibt ein temperamentvoller Ausschuss.

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