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Die Wohnungen der „Goethehöfe“ sind im September bezugsfertig.

Interview

„Verzögerung war nicht vermeidbar“

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Direktorin Anne Bohnenkamp-Renken zum Stand beim Deutschen Romantikmuseum.

Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für die Verzögerung im Bauablauf des Romantikmuseums?
Bauherr ist die ABG, das Hochstift erwirbt das fertige Gebäude. Nach meiner Kenntnis liegen die Gründe für die Verzögerung sowohl in den unvorhergesehenen Schwierigkeiten beim Abriss und in der lebhaften Baukonjunktur, die zur Folge hatte, dass es wiederholt länger dauerte als geplant, interessierte Firmen zu finden und ausfallende zu ersetzen.

Wäre etwas davon vermeidbar gewesen?
Das müsste die ABG beurteilen. Soweit ich das beurteilen kann: nein.

Wann rechnen Sie jetzt tatsächlich mit der Eröffnung des neuen Hauses?
Nicht mehr im Jahr 2020.

Wie viel werden Sie für die Museografie ausgeben können?
Für den Innenausbau einschließlich der neuen Dauerausstellung haben wir vier Millionen Euro im Grundbudget. Das wird für die Grundausstattung ausreichen, nicht aber für verschiedene wünschenswerte Extras. Daher sammeln wir weiter.

Was hat das Crowdfunding bisher erbracht?
Crowdfunding im Internet haben wir noch nicht ausprobiert.

Mit welcher Wechselausstellung wird das Haus denn schließlich eröffnen?
Wir eröffnen mit rund 1200 Quadratmetern neuer Dauerausstellung. Für die erste Wechselausstellung sind noch verschiedene Optionen im Gespräch.

Welche wichtigen Exponate werden in der Dauerausstellung zu sehen sein?
Zum Beispiel Joseph von Eichendorffs Entwurfsmanuskript des „Taugenichts“, Robert Schumanns Skizzen zu seinen „Szenen zu Goethes Faust“ und Philipp Otto Runges Zyklus der „Zeiten“.

Interview: Claus-Jürgen Göpfert

(Die Fragen wurden vorab per E-Mail eingereicht).

Zur Person

Anne Bohnenkamp-Renken wurde 1960 geboren.

Seit Juni 2003 ist sie Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

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