Frankfurt

Vertrag für 2000 neue Wohnungen

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Bei der Immobilienmesse Expo Real in München einigen sich Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und Investoren über das frühere Siemens-Gelände in Frankfurt.

Schon am ersten Tag der Expo Real in München, Europas größter Immobilienmesse, hat Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) einen wichtigen Durchbruch erreicht. Mit den beiden Investoren Instone Real Estate und Nassauische Heimstätte schloss der Stadtrat einen Grundlagenvertrag über die Entwicklung eines neuen Viertels in Frankfurt mit 2000 Wohnungen.

Es entsteht auf dem früheren Siemens-Areal südlich der Rödelheimer Landstraße, das im Osten und Süden von Bahngleisen und im Westen von der Ludwig-Landmann-Straße begrenzt wird. Die Industriefläche, die ehemals Siemens gehörte, wandelt sich zum Wohngebiet. Instone und Nassauische Heimstätte erwerben 70 Prozent des insgesamt 28,5 Hektar großen Gebiets. „Mit der Vereinbarung ist die Grundlage für die städtebauliche Entwicklung geschaffen, und wir können im November den städtischen Bebauungsplan offenlegen“, sagte Wohnungsdezernent Josef im Gespräch mit der FR.

2024 soll’s fertig sein

Mit der Offenlage wird die Bevölkerung offiziell über das Projekt informiert. Bis zum Jahr 2024 sollen die insgesamt 2000 Wohnungen verwirklicht werden. Wie Josef erklärte, gehören zu dem neuen Wohngebiet auch eine Grundschule und mehrere Kindertagesstätten.

Der Stadtrat besuchte den Gemeinschaftsstand, mit dem die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main bis zum 9. Oktober bei der Expo Real in München vertreten ist. Zum Stand gehört eine sogenannte Metropolarena, in der nicht weniger als 19 Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Themen mit Vertretern von Stadt und Region angeboten werden.

Gemeinsam mit Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Baudezernent Jan Schneider (beide CDU) präsentierte Josef am ersten Tag der Messe das integrierte Stadtentwicklungskonzept für Frankfurt. Josef betonte die ämterübergreifende Zusammenarbeit der Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen. „Wir müssen Siedlung und Freiraum zusammendenken und auch Potenziale für Gewerbe aufzeigen.“ Die Stadt habe sich mit dem Konzept zu einer sozial- und klimagerechten Stadtentwicklung verpflichtet. In den neuen Wohnquartieren brauche es funktionale und soziale Vielfalt.

Für Baudezernent Schneider stand die soziale Infrastruktur in der wachsenden Stadt Frankfurt im Mittelpunkt seiner Gespräche auf der Expo. „Wir brauchen nicht nur Grundstücke für Wohnungsbau, sondern zum Beispiel auch für Schulen, Kitas und Sportanlagen“, erklärte der CDU-Politiker.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank hob hervor, dass auch der Schaffung dringend benötigter Flächen für Industrie und Gewerbe Rechnung getragen werde. So wolle die Stadt gerade kleinen und mittelständischen Handwerks- und Gewerbetrieben helfen.

Am Montagmittag besuchte auch der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) den Gemeinschaftsstand von Stadt und Region Frankfurt/Rhein-Main in München.

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