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Kriminalität

Vermisste Rentnerin in Frankfurt Opfer von Betrügern

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Eine 71-Jährige wird zur Geldübergabe nach London gelockt. Ihr Schaden geht in die Zehntausende.

Mit einer besonders perfiden Geschichte haben Trickbetrüger eine 71-jährige Frankfurterin dazu gebracht, ihnen mehrere Zehntausend Euro auszuhändigen. Dafür hatten die unbekannten Täter die Frau sogar mehrfach nach London gelockt. Der Betrug endete erst, als der in Spanien lebende Sohn der Rentnerin diese als vermisst meldete und sich nach Frankfurt begab, um seine Mutter zu suchen.

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Nach Angaben der Polizei erhielt die Seniorin am 26. Februar von einer angeblich kroatischen Konsulin aus London einen Anruf. Diese behauptete, dass die Tochter des Opfers nebst Ehemann und Kind im Gefängnis in London säßen, weil die Familie angeblich hohe Geldbeträge nach England geschmuggelt hätte. Um den Transport nach Frankfurt zu ermöglichen, sei „Lösegeld“ erforderlich. Die angebliche Konsulin behauptete, der Familie inoffiziell helfen zu wollen. Die Rentnerin verpflichtete sich daher, über die Vorgänge zu schweigen.

Anschließend überwies die 71-Jährige mehrfach Geld. Schließlich wurde sie nach London gebeten, um vor Ort weitere Geldbeträge auszuzahlen. Die 71-Jährige flog also nach London, wurde dort von unbekannten Mittätern in Empfang genommen und blieb mehrere Tage in einem Hotel, wobei immer weitere Geldbeträge von ihr gefordert wurden, die sie auch zahlte. Die Täter besorgten ihr eine neue SIM-Karte für das Handy und behielten ihre eigene SIM-Karte aus „Sicherheitsgründen“ ein.

In der Zwischenzeit hatte der Sohn seine Mutter als vermisst gemeldet. Er war misstrauisch geworden, weil sie sich nicht meldete. Ihr war derweil von den Betrügern vermittelt worden, dass ihr Sohn unzurechnungsfähig sei und sich heimlich an ihrem Vermögen bedient hätte.

Nachdem in London keine weitere Geldabhebung mehr möglich war, wurde die Frau nach Frankfurt zurückgeschickt, um weiteres Geld zu organisieren. Das tat sie auch und flog mit dem Geld noch am selben Tag wieder nach London. Beim nächsten Versuch, Geld in Frankfurt abzuheben, lief die 71-Jährige ihrem Sohn vor ihrer Hausbank quasi in die Arme. Die Polizei sucht nun nach den Berügern.

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