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Grundschulen

Verlässlicher Ganztag statt Flickenteppich in Frankfurt

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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In Frankfurt gibt es viele verschiedene Ganztagsprogramme an den Grundschulen. Nun ist die Pilotphase des „Gesamtkonzepts für ganztägig arbeitende Grundschulen“ gestartet.

In Frankfurt gibt es zahlreiche Varianten, wie der Ganztag an Grundschulen aussehen kann. Erweiterte schulische Betreuung, Horte, Pakt für den Nachmittag, offene Frankfurter Ganztagsschule, Ganztagsschulen in den Profilen 1, 2 und 3. Die eine Schule bietet dabei ein paar freiwillige AGs am Nachmittag an, die andere ein über den ganzen Tag verbindliches, rhythmisiertes Programm. Land und Kommunen übernehmen dabei die Verantwortung, außerdem engagieren sich Freie Träger – also Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Vereine. Die Vielfalt ist kaum zu überblicken, ein Flickenteppich.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) will einen „Paradigmenwechsel im Schulbereich“ einläuten. Im nun gestarteten Pilotprojekt „Gesamtkonzept für ganztägig arbeitende Grundschulen“ sollen verschiedene Ansätze zusammengeführt werden und „zugleich so flexibel sein, dass sich die einzelne Schule mit ihrem individuellen Profil darin wiederfindet“.

Los geht es mit zwei Grundschulen; der Textorschule in Sachsenhausen und der Valentin-Senger-Schule in Bornheim. Ihnen solle der Weg in den Ganztag erleichtert werden, sagte Weber. „Deshalb wird jede Schule individuell beraten, welche Chancen und Voraussetzungen sie hat und wie sie auf diesem Weg unterstützt werden kann.“ Ziel sei, sukzessive alle Grundschulen auf freiwilliger Basis zu ganztägig arbeitenden Schulen zu entwickeln – auch um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Grundschulkinder von 2025 an erfüllen zu können. Allein mit dem Ausbau von Horten, der unvermindert weitergehe, sagte Weber, wäre dies nicht zu schaffen.

Entsprechend der Vorgaben des Städtetags werde eine Versorgungsquote von mindestens 90 Prozent angestrebt, sagte Weber. Das Betreuungsangebot soll an fünf Tagen die Woche greifen und neben 40 Schulwochen auch acht Ferienwochen umfassen.

Das Gesamtkonzept für ganztägig arbeitende Grundschulen wurde seit 2018 in einem Beteiligungsprozess mit Akteur:innen aus dem Bildungsbereich erarbeitet. Die Ergebnisse werden nun in der Pilotphase erprobt und gemeinsam mit den Schulen und Akteur:innen im Quartier evaluiert.

Aufgrund der steigenden Betreuungszahlen und inzwischen einer Auslastung von nahezu 100 Prozent sei es „zwingend notwendig, die Fragen von Entwicklung von Grundschulkindern im Rahmen der Betreuung mit allen im Viertel vorhandenen Institutionen zu koppeln“, sagte Tamara Neckermann, Leiterin der Textorschule.

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