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Verkehr auf der Wilhelmshöher in Seckbach. 

Seckbach

Verkehrswende in Seckbach: Wilhelmshöher auf eine Spur reduzieren

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Die Grünen im Stadtteil stellen einen Plan für eine neue Verkehrsführung vor. Eine Einbahnregelung soll Pendler abschrecken, zusätzliche Busse und eine U-Bahnstation sollen entlasten.

Die Wilhelmshöher auf eine Spur mit Einbahnregelung reduzieren – um diesen Vorschlag erweitern die Grünen der Stadtteilgruppe Seckbach die Diskussion um die stark frequentierte Straße. Sie ist sanierungsbedürftig und stark von Pendelverkehr geprägt. Ab Herbst wird sie in einem ersten Bauabschnitt grunderneuert. Die Idee der Grünen knüpft an diese Pläne an. Mit Flyern und bei einer Infoveranstaltung wollen sie sie vorstellen.

„Während der 30 Monate langen Bauzeit ist die Wilhelmshöher sowieso nur eingeschränkt befahrbar“, sagt Ingo Stürmer, der die Federführung beim Projekt hat. Deshalb sei diese Zeit gut für eine Testphase. „Dann können wir schauen, wie die Idee bei den Seckbachern ankommt.“ Die Grünen wünschen sich eine Verkehrsberuhigung, einen breiteren Bürgersteig, mehr Aufenthaltsbereiche, weniger Pendelverkehr. Das soll Dorfcharakter zurückbringen.

Dass die zwei Kilometer lange Pendlerstraße den Stadtteil zerschneidet, missfällt vielen. Geschäfte und Gastronomie leiden, die Autos kommen dem Bürgersteig gefährlich nahe. Der Ortsbeirat 11 verabschiedet regelmäßig Anträge mit Änderungen, die eine Verkehrsberuhigung herbeiführen sollen. Bis auf Details, sagt Stürmer, seien die Grünen mit der Planung für die Grundsanierung zufrieden. Für die folgenden zwei Bauabschnitte wolle man aber mehr rausholen. Etwa eine einspurige Wihelmshöher.

Auf Parallelstraßen umleiten

Wie das gehen soll, haben die Grünen ein halbes Jahr ersonnen. „Leute, die sich mit Stadtplanung auskennen, haben bestätigt, dass das so funktionieren könnte“, sagt Stürmer. Natürlich unter Vorbehalt einer professionellen Prüfung. Am Anfang und Ende der Wilhelmshöher Straße soll es eine Einbahnstraße geben, zeigt der Plan. Das schafft Platz für Fußgänger und Radler.

Die Gegenrichtung wird auf Parallelstraßen umgeleitet. An anderen Stellen soll es weiterhin Begegungsverkehr geben, auch das entschleunige, heißt es. Zu Stoßzeiten stauen sich die Autos auf Wilhelmshöher regelmäßig, 12 000 Autos befahren die Straße täglich. Viele davon Pendler, die dann ausweichen müssten.

„Wir überlegen uns, wie Seckbach in zehn Jahren aussehen soll“, sagt Stürmer. Man soll sich auf den Straßen begegnen können. Deshalb sind auf der Karte, die bei einer Infoveranstaltung am 30. Januar vorgestellt werden soll, auch eine U-Bahn-Station „Marienkirche“, eine Vilbeler Landstraße“ und „Weißer Turm“ in Bergen-Enkheim und ein Radweg entlang des Rieds einzeichnet. „Seckbach ist eine Fußgängerzone wert“, sagt Stürmer, der vor zehn Jahren zugezogen ist.

Info-Abend zu den Verkehrsideen der Grünen am Donnerstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr im Seckbacher Rathaus, Hofhausstraße 2.

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