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Bus und Bahn werden gegenüber dem Auto nur dann attraktiver, wenn sie günstiger, schneller und zuverlässiger sind.

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Verkehr in Frankfurt: Bewusstsein ändern

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Die Frankfurter Verkehrspolitker sollten den Bewusstseinswandel deutlicher als bislang unterstützen. Ein Kommentar.

Der Klimawandel hört nicht von alleine auf, die überhöhten Schadstoffwerte in der Luft verringern sich nicht von selbst. Wir Menschen müssen etwas dagegen tun – und uns das zunächst bewusst machen. Die Frankfurter Verkehrspolitik sollte den Bewusstseinswandel deutlicher als bislang unterstützen.

So wurden im öffentlichen Nahverkehr die Kosten für die Tageskarte und Fahrten über die Stadtgrenze hinaus gesenkt, aber die Jahreskarten stiegen im Preis weiter an. Bus und Bahn werden gegenüber dem Auto nur dann attraktiver, wenn sie im Idealfall günstiger, schneller und zuverlässiger sind. Zwar ist man schon jetzt innerhalb der Stadt mit Fahrrad, Pedelec oder Bahn meist flotter unterwegs als mit dem Auto, angesichts der Staus. Weil die meisten Parkplätze in Wohngebieten aber kostenlos sind, ist Autofahren noch vergleichsweise billig. Ein Anreiz, das eigene Auto stehen zu lassen, ist es, den Parkraum zu verknappen und zu verteuern. Dabei geht es nicht darum, die Autofahrer zu gängeln. Sie haben weiterhin die freie Wahl zwischen den dann teureren Fahrten mit dem Auto und günstigeren Fahrten mit Bus und Bahn. Wenn sich viele für den Nahverkehr entscheiden, gibt es bald weniger Staus und Schadstoffe in der Luft, was dem Klima und der Gesundheit der Menschen guttut. Durch die Verknappung von Parkraum werden überdies Flächen frei, die sich städtebaulich besser nutzen lassen, zum Beispiel für Bänke und Bäume.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt sollte derweil wieder den Klimaschutz stärken und aus dem Kohlestrom aussteigen.

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