Berkersheim

Verkehrsdezernat soll sich klarer äußern

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Ortsvorsteher Robert Lange kritisiert Stellungnahmen von Klaus Oesterling.

Der Ortsbeirat 10 ist das Gremium, das Anliegen, Sorgen und Nöte der Menschen im Ortsbezirk annimmt und an die entsprechenden Stellen der Stadtverwaltung weiterleitet. Zum Beispiel, wenn es um die Belastung durch Verkehrsaufkommen in Berkersheim geht.

Wenn dann aber keine Antworten kommen, trotz mehrerer Nachfragen, dann wird Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) aktiv. Er ist auch Stadtverordneter – und als dieser nutzte er kürzlich die Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung. Die dort erhaltenen Antworten lassen ihn etwas ratlos zurück.

So wollte Lange von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) wissen, wie es um eine Pförtnerampel am Heiligenstockweg stehe. Die hat der Ortsbeirat schon mehrfach beantragt, um so den Schleichverkehr aus und nach Bad Vilbel zu reduzieren und den Ortskern dadurch zu entlasten. Seit 2016 wartet das Gremium auf eine Antwort des Magistrats.

Nun also die erneute Anfrage, weil laut Lange „sich seither die Akzeptanz von Pförtnerampeln deutlich erhöht“ habe und so „gegebenenfalls auch temporäre Einbahnstraßenlösungen möglich werden können“. Und eine lapidare Antwort: „Nach derzeitiger Erlasslage des Hessischen Ministeriums für Verkehr ist eine Pförtnerampel am Heiligenstock nicht zulässig.“

Lange stellte noch eine zweite Frage. Dabei ging es um den Baustellenverkehr, der Berkersheim seit Monaten im Zusammenhang mit dem Bahnausbau belastet. Lange wollte wissen, ob für die jüngsten Arbeiten der Netzdienste Rhein-Main, einer Tochter der Mainova, im Berkersheimer Feld, bei der eine Baustraße errichtet wird, planfestgestellt seien. Auch merkte er kritisch an, dass sich das Verkehrsdezernat auf mehrere E-Mails zur Thematik teilweise nicht einmal geäußert habe.

Klaus Oesterling verwies in seiner Antwort auf eine direkte Abstimmung zwischen der Bahn und dem Ortsbeirat. Die Arbeiten der Netzdienste seien tatsächlich nicht Teil des Planfeststellungsverfahrens, aber in Form von Einzelabstimmungen mit den zuständigen Behörden – vor allem der Unteren Naturschutzbehörde – trotzdem genehmigt.

Angesichts dieser „eher doch weniger befriedigenden Antworten“ kündigt Robert Lange an, „nicht locker zu lassen“. Allerdings schwant ihm, „dass seitens der Stadt und der zuständigen Stellen nicht die richtigen oder zumindest nicht weiterhelfende Antworten gegeben werden“. Für die Anliegen der Bürger wäre das nicht gut.

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