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Verkehr: Schneller durch das Rhein-Main-Gebiet

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Von: Christoph Manus

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Der Verkehr in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main soll länderübergreifend besser vernetzt werden.
Der Verkehr in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main soll länderübergreifend besser vernetzt werden. © Rolf Oeser

Der Chef der hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, kündigt in der IHK Frankfurt ein länderübergreifendes Verkehrskonzept an. IHK-Präsident Caspar hofft auf weniger Staus.

Das Strategieforum der Metropolregion Frankfurt / Rhein-Main, die sich von Bingen bis Miltenberg und von der Bergstraße bis Gießen erstreckt, will ein länderübergreifendes Mobilitätskonzept erstellen lassen. Das hat Axel Wintermeyer (CDU), Chef der hessischen Staatskanzlei und Vorsitzender des Gremiums, am Montag beim Tag der Metropolregion in den Räumen der Frankfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) mitgeteilt. „Für die dynamische Entwicklung der gesamten Metropolregion ist es wichtig, dass Menschen, Unternehmen und Betriebe in der Region mobil sein können – überall, zu jeder Zeit, auf Dauer und intelligent vernetzt“, sagte er. Die Mobilität dürfe dabei nicht an den Landesgrenzen aufhören. Dem Strategieforum der Metropolregion gehören Vertreter:innen der Bundesländer Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an. Das Gremium will nun zunächst einen Projektträger mit einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung für das Konzept beauftragen.

Der Frankfurter IHK-Präsident Ulrich Caspar lobte die Ankündigung Wintermeyers bei der Konferenz in Frankfurt sehr. Täglich seien mehr als eine Million Beschäftigte innerhalb der Metropolregion unterwegs, etwa 40 Prozent pendelten dabei über Kreisgrenzen hinaus. In den Stoßzeiten sei die Verkehrsinfrastruktur schon heute an den Belastungsgrenzen, sagte er. „Ohne eine Weiterentwicklung dieser Infrastruktur lähmen wir Unternehmen und Pendler und damit die gesamte Entwicklung der Region.“

Die Handwerkskammer Frankfurt / Rhein-Main habe schon lange einen Gesamtverkehrsplan für Frankfurt und die Region gefordert, sagte deren Präsidentin Susanne Haus am Montag. Beschäftigte im Handwerk müssten zu ihren Arbeitsstellen gelangen und Betriebe von ihren Werkstätten zu den Kund:innen, ohne stundenlang im Stau zu stehen.

Ein großes Thema beim Tag der Metropolregion war auch die Flächenfrage. IHK-Präsident Caspar beklagte, dass Unternehmen mit Expansionswunsch abwanderten und die Kommunen Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, keine passenden Flächen anbieten könnten. Das werde zu einem immer größeren wirtschaftlichen Risiko für Unternehmen und die Metropolregion. Eine Lösung sieht Caspar in der Bebauung von Ackerland. Dort könnten Wohnungen und Gewerbebetriebe Platz finden und „ökologisch wertvolle Ausgleichsflächen“ entstehen.

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