Frankfurt

Verfolgungsjagd im Frankfurter Gallus-Theater

  • schließen

Am Wochenende zeigen junge Filmemacher auf der „visionale 19“ ihre Arbeiten.

Die Filme auf der „visionale“ seien auch immer ein Fenster zur Gedankenwelt der jungen Filmemacher, sagt Merten Giesen vom Medienzentrum Frankfurt. Giesen ist einer der Mitveranstalter des diesjährigen Frankfurter Jugendfilmfestivals „visionale“. Dieses findet mittlerweile zum 31.-mal statt und es ist das älteste Jugendmedienfestival in Hessen.

Filmemacher aus sechs verschiedenen Altersklassen werden dort insgesamt 84 Filme präsentieren. Bei einem Pressetermin am Dienstag wurden Ausschnitte aus verschiedenen Filmen, die jeweils in unterschiedlichen Alterskategorien eingereicht wurden, gezeigt.

Der Film „When we bleed“ von Ania Pachura zeigt Frauen und Mädchen, die über ihre erste Periodenblutung berichten. „Die Motivation dahinter war zu zeigen, was so oft nicht gezeigt wird, nämlich was Frauen wirklich machen wenn sie bluten“, erläutert die Filmemacherin. „When we bleed“ wurde in der Kategorie Young Professionals eingereicht. Eine der größten Herausforderungen bei der Produktion des Films sei es gewesen, passende Interviewpartnerinnen zu finden, sagte Pachura.

Caspar Hahnemann versucht mit seinem Film „Rohwolt‘s Enzy“, auf abstrakte Art und Weise die verschiedenen Gefühlsstadien von Menschen darzustellen, die sich mit dem Tod konfrontiert sehen.

„Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte, die ich geschrieben habe. Gemeinsam mit einem Freund habe ich das Drehbuch verfasst und den Film produziert“, berichtet Hahnemann.

Der dritte Filmschaffende, der bei dem Pressetermin einen Ausschnitt seines Films präsentieren durfte, ist Samuel Punto. Sein Film „The Cycle“ zeigt, wie eine Person von einer anderen durch einen Wald verfolgt wird.

Die Stimmung ist angespannt und düster. Das Besondere an dem Film ist, dass er nicht digital gefilmt, sondern auf klassischem 16-Millimeter-Kodakfilm entstanden ist. „Dadurch konnten wir nicht so viele Aufnahmen machen und mussten die Szenen noch besser planen“, erläutert Punto. Die Verwendung der klassischen Filmbänder sorgt für ein traditionelles Bild. Die Jungfilmemacher sagten, dass sie sich auf das Festival und die Möglichkeit, sich mit anderen jungen Filmemachern auszutauschen, freuten.

Felix Fischl vom Mitveranstalter Filmhaus Frankfurt hebt hervor, dass jeder Film seinen Weg finde, mit dem Zuschauer zu kommunizieren, und dass er vor allem die unterschiedlichen Ansätze der Filmemacher spannend finde.

Parallel zu dem Festival gibt es im Gallus-Theater eine Ausstellung zum Thema „Stop Hate Speech – Demokratie to Go“. Zum Abschluss des Festivals werden am Sonntag um 17.30 Uhr in jeder Alterskategorie Preise für die drei besten Filme verliehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare