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Bis Ende des Jahres sollen fast alle Vereine und Institutionen das Gebäude an der Burgstraße 106 ausgezogen sein.

Wohnen in Frankfurt

Vereine weichen Wohnungen

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Das Bürogebäude an der Burgstraße wird Anfang 2018 umgebaut. Das Haus soll ein komplett neues Äußeres erhalten. Die Vereine als bisherige Mieter gehen, Wohnungen entstehen.

Spätestens Anfang 2018 sollen die Umbauarbeiten an dem mehrstöckigen Gebäude Burgstraße 106 starten. Nach Auskunft der GVB-Grundstücksverwaltung werden bis Ende des Jahres die meisten Mieter die Liegenschaft verlassen haben. Dabei handelt es sich neben Institutionen und Vereinen wie Beramí, Kubi und Medico International, um Firmen. Der Eigentümer, die Auxilia AG, möchte dort künftig Eigentumswohnungen schaffen.

Mit den meisten Mietern seien „einvernehmliche Lösungen gefunden“ worden, sagt Volker Schuck von der GVB. Nur einige wenige blieben zunächst auch noch während des Umbaus im Haus. Der Alnatura-Supermarkt im Erdgeschoss stehe nicht zur Debatte. Der Frauen-Fitness-Center Amiga sei „vertraglich“ raus, so Schuck. Er habe aber die Option, nach der Fertigstellung wieder zurückkehren zu können. Von Amiga wollte sich auf Anfrage der FR niemand über die Zukunft der Bornheimer Filiale äußern.

Während in den oberen Geschossen künftig ausschließlich Eigentumswohnungen entstehen sollen, werde derzeit noch an einem Konzept für das Parterre gearbeitet, sagt Schuck. Außer dem Supermarkt sei dort eine gewerbliche Nutzung denkbar, etwa mit einem Café und einem Fitness-Center.

Der Verein für Kultur und Bildung Kubi hat sein Bewerbungszentrum im Erdgeschoss bereits geräumt. Es hat seit Juli an der Berger Straße 279 – in Höhe der Turngemeinde Bornheim – seinen Sitz. Ab Montag, 2. Oktober, wird auch die Geschäftsstelle, die in der fünften Etage in der Burgstraße ansässig ist, an einem neuen Standort zu finden sein, sagt Arif Arslaner. Diese öffnet dann an der Hanauer Landstraße 182 ihre Pforten. Dass Kubi ausziehen muss, „tut sehr weh“, sagt der Kubi-Geschäftsführer. Der Verein wäre lieber in Bornheim geblieben. Doch habe er nichts Bezahlbares gefunden.

Insgesamt 150 Mitarbeiter arbeiten für den Verein. Ziel ist die schulische und berufliche Integrationschancen für jungen Menschen zu verbessern und die Verständigung über Kulturgrenzen hinweg zu fördern. Erfreulich sei jedoch, dass die neue Geschäftsstelle mehr Platz biete, so Arslaner. Dort könnten die beruflichen Bildungsangebote von Kubi zusammengelegt werden.

Auch der Verein Beramí – Berufliche Integration ist bereits fündig geworden. Zum Ende des Jahres verlässt er Bornheim, sagt Cornelia Goldstein. Künftig wird ein Teil der 32 Mitarbeiter im City Gate am Nibelungenplatz unterkommen. Die Beramí Akademie für Heilberufe werde ins Ostend ziehen. Dort könne der Verein im Neubau von Medico International unterkommen. Die Hilfsorganisation, die derzeit noch an der Burgstraße ihren Sitz hat, hat sich an der Lindleystraße einen eigens Domizil errichtet.

Sobald die meisten Mieter ausgezogen sind, starten die Umbauarbeiten, sagt Volker Schuck. Das Gebäude werde zwar nicht abgerissen. Es werde aber künftig von außen nicht mehr wieder zuerkennen sein.

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