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Tim Schuster ist Vorsitzender im Offenen Haus der Kulturen.

„Offenes Haus der Kulturen“

Verein legt sein Konzept für die Zukunft des Studierendenhauses in Frankfurt

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Im Juni wollen die Initiativen ihre Vorstellungen für das Studierendenhaus der Stadt unterbreiten.

Tim Schuster ist voller Vorfreude. „Wir wären in der Lage, das Studierendenhaus zu übernehmen“, sagt der Vorsitzende des Vereins „Offenes Haus der Kulturen“ im Gespräch mit der FR. Seit November 2018 erarbeiten mehr als 30 Gruppen und Institutionen gemeinsam ein Konzept für die Zukunft des Gebäudes, das am Wochenende seinen 66. Geburtstag feiert.

Im Juni wollen die Initiativen ihre Vorstellungen der Stadt unterbreiten. Im Haus soll es weiter eine Kita geben. Einzelne Räume sollen fest und dauerhaft an Gruppen vermietet werden. „Im Saal wird es weiter Kino geben.“ Aus Sicht von Schuster ist noch unklar, nach welchem Modell der Verein in Zukunft das Studierendenhaus übernehmen wird.

„Mieten ist eine Option“, sagt er. Doch der Verein könnte sich auch einen Erbpacht-Vertrag oder sogar einen Kauf vorstellen.

Der Verhandlungspartner des Vereins seit geraumer Zeit ist die städtische ABG Holding als Eigentümer des Gebäudes und des gesamten alten Universitäts-Campus in Bockenheim. „Wir haben ja bereits dargelegt, wie wir uns das vorstellen“, erklärt ABG-Geschäftsführer Frank Junker. Die ABG verlangt eine monatliche Kaltmiete von rund 55 000 Euro.

Eine solche Summe kann der Verein natürlich niemals aufbringen. Deswegen möchte auch Junker dafür sorgen, dass der Verein einzelne Räume des Hauses an Dritte vermieten kann und so Einnahmen erzielt. Das Studierendenhaus soll nach den Vorstellungen Junkers Teil des Netzwerkes der städtischen Saalbau werden, in dem die Bürgerhäuser der Kommune organisiert sind.

Es gibt noch ein wesentliches Hindernis. Der Asta muss aus dem alten in das neue Studierendenhaus auf dem Westend-Campus der Goethe-Universität umziehen. Erst dann wäre genug Platz für den Verein und die Initiativen. Doch die Arbeiten für das neue Haus konnten noch nicht beginnen, weil Mieter in der Nachbarschaft den Neubau vor Gericht blockieren.

Sie fürchten eine erhebliche Belästigung durch das neue Studierendenhaus. Nach den Worten von ABG-Geschäftsführer Frank Junker wollen die Nachbarn juristisch durchsetzen, dass das Studierendenhaus zwischen 22 und 6 Uhr nicht für Parties und andere Aktivitäten, die Lärm verursachen, genutzt werden darf. Wie hier eine Einigung aussehen könnte, sei offen, so der Manager.

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