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Vage Hoffnung

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Von: Steven Micksch

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Endlich gibt es konkrete Ideen, was sich im Bahnhofsviertel kurzfristig ändern soll, um den Menschen zu helfen. Doch es braucht mehr als das.

Die Stadt hat jetzt konkrete Verbesserungen für das Bahnhofsviertel genannt. Das ist gut, doch wie stark diese die angespannte Situation im Viertel entlasten werden, bleibt abzuwarten. Die Erweiterung der Angebote zielt in erster Linie auf die obdachlosen und drogenkranken Menschen ab. Ihnen soll geholfen werden. Damit agiert man weiterhin im Sinne des Frankfurter Wegs, der die Drogenabhängigen als Erkrankte und nicht als Kriminelle sieht. Gleichzeitig wird deutlich, dass es mehr Anstrengung braucht, um den Weg erfolgreich weiterzugehen. Vor allem der Crackkonsum ist eine der größten Probleme im Quartier. Doch die große Lösung fehlt. Die Steine sind eine günstige Möglichkeit zum high werden, ein adäquates Substitut für die Droge gibt es nicht. Gedankenspiele mit Cannabis, um den Suchtdruck zu lindern, scheitern an der lahmenden Legalisierung. Letztlich ist Frankfurt von anderen abhängig, um die großen Pläne umzusetzen. Das alles kostet Zeit und Nerven, die manche Ansässigen nicht haben. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die kurzfristigen Maßnahmen bereits etwas bewirken. Zwingen kann man die Betroffenen aber nicht und so bleibt es ein Risiko, schon von einer Entspannung der Lage zu träumen.

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