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Uwe Becker im Interview: „Ich will zuhören und mich kümmern“

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Von: Florian Leclerc

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Uwe Becker will als CDU-Vorsitzender die gesamte Stadt im Blick behalten. Foto: Christoph Boeckheler
Uwe Becker will als CDU-Vorsitzender die gesamte Stadt im Blick behalten. © Christoph Boeckheler

Uwe Becker spricht im FR-Interview über seine Kandidatur für den Vorsitz der CDU in Frankfurt.

Uwe Becker (52), Staatssekretär für Europaangelegenheit in Hessen, strebt erneut den Vorsitz der CDU in Frankfurt an. Im Interview erklärt er, warum.

Herr Becker, Sie waren schon einmal Vorsitzender der Frankfurter CDU, von 2012 bis 2017. Was wollen Sie diesmal anders machen?

Die Einbeziehung der Mitglieder und die Diskussion über den künftigen Weg, den wir als Frankfurter CDU gehen wollen – das will ich künftig anders machen. Ich strebe mehr Beteiligung und mehr Engagement der Mitglieder an.

Wie unterscheidet sich Ihr Ansatz von jenem von Frau Wiesmann?

Der große Unterschied liegt in der Sicht auf die Stadt und die Menschen. Für mich macht die CDU immer eine Politik für alle Frankfurterinnen und Frankfurter. Ich unterscheide nicht, ob die Menschen am Stadtrand wohnen oder in der Innenstadt, denn im Kern sind es die gleichen Fragen, wenn auch mit anderen Hintergründen, um die es geht: Ein sicheres soziales, ein sicheres gesellschaftliches Leben, eine gute Bildung für Kinder, ein guter öffentlicher Nahverkehr, eine Wohnung, die auch bezahlbar ist. Das zieht sich durch die Gesamtstadt. Wenn wir unterscheiden zwischen denen da draußen, am Stadtrand, und denen da drinnen, in der Innenstadt, dann haben wir die nächste Wahl schon verloren.

Sie haben sich in Ihrer Präsentation als Kümmerer dargestellt, als jemand, der auf Volksfesten, bei Vereinen und auch bei Bankenabenden Gesicht zeigt und zuhört.

Ja, so lebe ich in dieser Stadt schon seit vielen Jahren. Ich bin seit langem in unterschiedlichen Vereinen engagiert. Für mich ist Frankfurt die Summe seiner Menschen, und ich bin ein Teil davon und brenne für diese Stadt. Zuhören und kümmern ist das, worum es für mich im Wesentlichen geht.

Die letzten beiden Wahlen gingen für die Frankfurter CDU verloren. Das betraf Sie auch persönlich, denn Sie wurden nach der Kommunalwahl als Bürgermeister und Stadtkämmerer abgewählt. Wo muss die Partei denn künftig inhaltlich stärker werden?

Wir müssen erkennbar an den Themen sein, die die Menschen umtreiben. Das ist uns, gerade auch wegen der Selbstbeschäftigung der CDU im Bund, zuletzt nicht mehr gelungen, sei es in der Energiepolitik oder der Verkehrspolitik. Deshalb ist ein klares sozialpolitisches Profil mit Wirtschaftskompetenz wichtig, aber auch Nachhaltigkeit, also die Bewahrung der Schöpfung. Das ist das, was wir nach außen hin zeigen müssen.

In den nächsten vier Jahren stehen fünf Wahlen bevor – die Landtagswahl 2023, die Europawahl und OB-Wahl 2024, die Bundestagswahl 2025 und die Kommunalwahl 2026. Welches Ziel geben Sie vor?

Wir wollen stärkste Kraft werden, bei allen Wahlen. Nur so kann es uns gelingen, die Politik, für die wir stehen, erfolgreich auf allen Ebenen umzusetzen. Wir haben Hausaufgaben vor uns, aber wir können selbstbewusst sein, denn wir haben klare Werte und einen klaren Kompass, und das macht uns insgesamt stark.

Interview: Florian Leclerc

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