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Utopie oder Untergang - FR-Beilage zum Download

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Von: Jana Ballweber

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Manchmal öffnen sich Türen, geben den Blick frei - wie hier beim zweiten Tag des Symposiums im Frankfurter Offenen Haus der Kulturen.
Manchmal öffnen sich Türen, geben den Blick frei - wie hier beim zweiten Tag des Symposiums im Frankfurter Offenen Haus der Kulturen. © Michael Schick

Die jüngsten Redaktionsmitglieder der FR reflektieren aus ihrer Perspektive das Symposium „Kosmopolitismus von unten“ in der Frankfurter Paulskirche. Entstanden ist eine achtseitige Beilage - hier zum Download.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wann haben Sie das letzte Mal so richtig ausufernd vor sich hingeträumt? Luftschlösser gebaut? Wann das letzte Mal mit Freund:innen um einen Tisch oder ein Lagerfeuer gesessen und bis in die frühen Morgenstunden über die Weltrettung diskutiert?

Der Alltag in unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft lässt nur in seltenen Fällen Raum für Utopien, Raum dafür, etwas Besseres zu erschaffen und nicht nur den aktuellen Zustand der Welt zu verwalten.

Die Politik schlittert in atemberaubender Geschwindigkeit von einer Krise in die nächste. Keine Zeit, kein Blick für die Weichen, die für riesige Veränderungen neu zu stellen sind, wenn die Menschheit eine Chance aufs Überleben haben will.

Der Utopische Raum

Das Symposium „Kosmopolitismus von unten“ fand vom 1. bis zum 3. Oktober in Frankfurt statt. Beteiligt waren die Stiftung Medico international, das Frankfurter Institut für Sozialforschung und die Frankfurter Rundschau.

Die FR bat ihre jüngsten Redaktionsmitglieder, aus ihrer Perspektive über das Symposium zu berichten. Entstanden ist eine achtseitige Zeitungbeilage. Zum PDF-Download.

Auch die Medien sind jeden Tag prall gefüllt mit den aktuellsten Entwicklungen aus aller Welt. Oft geht es vom Hundertsten ins Tausendste bei der Betrachtung der globalen Krisen und Katastrophen. Gar nicht so leicht, das große Ganze im Blick zu behalten, für Sie und für uns.

Die Räume, um auszubrechen aus dem Strom der Nachrichten, der akuten Entwicklungen und der Eilmeldungen, sind rar geworden. Was für ein Luxus, wenn die Chefredaktion acht herrlich leere Zeitungsseiten spendiert, damit die Jungen und Junggebliebenen sie mit ihren Ideen für eine bessere Welt füllen können.

Denn sagen wir es, wie es ist: Wir werden den Mist ausbaden müssen. Unsere Stimmen - und die noch jüngerer Menschen - haben zu selten genug Gewicht, um gegen die ältere Generation anzukommen, die uns zahlenmäßig überlegen ist. Die von diesem Planeten entschwunden sein wird, bevor es so richtig ungemütlich wird. Für uns hingegen ist die Politik von heute eine Frage des Überlebens von morgen.

Damit die Menschheit eine Chance auf Überleben hat, gibt es keine Alternative zu Träumen von einer besseren Welt.

Die FR widmet sich dem „utopischen Raum“

Utopie oder Untergang: Das ist hier die Frage. Die Frage, die uns umgetrieben hat, als wir uns in Vorbereitung auf diese Beilage ein Wochenende lang nur von Kaffee, Häppchen und Schnaps ernährt und anderen gelauscht haben, die nach Lösungen für die ungewisse Zukunft unserer Spezies gesucht haben.

Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen, Künstler:innen und viele andere Menschen suchten zusammen nach Wegen in einen „Kosmopolitismus von unten“.

Ihnen ist nicht sofort klar, was das bedeuten soll? Da geht es Ihnen wie den meisten von uns. Weder unsere Wikipedia-Recherchen im Vorfeld, noch viele der Vorträge und Podiumsdiskussionen bei der Veranstaltung des „Utopischen Raums“ konnten uns erhellen. Erst langsam füllten sich die schwierigen, soziologischen Worte und Konzepte mit Leben.

Wir überlegten selbst, wie ein Weltbürgertum für alle Menschen in einem sozial und ökologisch orientierten Wirtschaftssystem möglich ist.

Mit dieser Beilage wollen wir Sie teilhaben lassen. An unseren eigenen Ideen für eine bessere Zukunft. Wir nehmen Sie mit, mitten rein in soziale Bewegungen, die auf lokaler Ebene kämpfen, um global etwas zu verändern. Wir sinnieren gemeinsam, was dem Diskurs über eine bessere Welt fehlt. Wir beleuchten, welche fatale Rolle der Kapitalismus bei den Problemen unserer Zeit spielt. Wir hören uns um, welche utopischen, kosmopolitischen Konzepte es in der Kunst und im Journalismus gibt.

Wir schauen in die Zukunft. In unser aller Zukunft. Wie kann sie aussehen? Wie soll sie aussehen? Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, damit die Zukunft eine lebenswerte Welt für alle bereithält. Aber lassen Sie es uns bald tun.

Weitere Berichte in unserem Dossier „Utopischer Raum“.

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