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Thomas Bultmann bildet die angehende Segellehrerin Laura Fritsch aus.
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Thomas Bultmann bildet die angehende Segellehrerin Laura Fritsch aus.

Frankfurt-Gutleut

Urlaub im Westhafen

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Wer die Segelschule von Eckhard Mikulski besucht, ist in der Regel auf der Suche nach einem besonderen Freizeitangebot. Im Juli starten Segelschüler zu einem Törn zu den Kanaren.

Eine Segelschule im Gutleut? Das dürften nicht allzu viele Menschen als erste Assoziation haben. Aber schon seit 2006 werden Segelschülern am Westhafen die Grundlagen beigebracht, damit sie gut gerüstet in See stechen können. Dabei gehe es, sagt Eckhard Mikulski, der die Segelschule leitet, „vielen um die Kombination von Urlaub und Erholung“. Sie wünschten sich eine besondere Art der Freizeitgestaltung. „Mit Hochleistungssport hat das erst einmal nichts zu tun“, so der passionierte Segler. In Bewegung sei man aber trotzdem ständig. Wer einmal vier Stunden auf einem Segelboot verbracht habe, „der spürt hinterher jeden Muskel“. Der Grund: So ein Boot sei eben immer in Bewegung, das versuche der Körper ganz automatisch auszugleichen. Je rauer die See, desto größer die Bewegung.

Mit der rauen See hat der Main zwischen Gutleut und Niederrad allerdings nicht viel zu tun. Daher kann es hier auch nur um Grundlagen gehen, erklärt Mikulski. Für die großen Törns hat er ein Boot in Heiligenhafen an der Ostsee stehen, eins ankert vor Palma auf Mallorca.

Der Mittelpunkt seines Unternehmens aber liegt zwischen Bachforellenweg und Gutleutstraße. Unter ersterer Adresse findet sich die Schule, an der anderen das dazugehörige Geschäft. Alles zusammen firmiert als Segel-Center. Den Laden, in dem es alles an Bekleidung, Ausrüstung und Zubehör gibt, hat Mikulski schon 1992 gegründet, damals noch in Bornheim. Zu diesem Zeitpunkt übte er seinen Beruf als Heizungs- und Sanitärplaner aus, war allerdings schon lange der Leidenschaft Segeln verfallen.

1983 war es, als über eine Annonce in der FR ein Mitsegler gesucht wurde. Mikulski meldete sich, segelte mit – und hatte sein großes Hobby gefunden. Als es dann rund um die Jahrtausendwende aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiter ging in seinem erlernten Beruf, griff er eine alte Idee auf und nahm die Segelschule mit hinzu. Seit 2006 sitzt diese nun im Gutleut.

Seine Kundschaft kommt aus der ganzen Stadt und darüber hinaus. „Man darf nie vergessen, dass es alleine in Frankfurt rund zwölf Segelvereine gibt“, sagt Eckhard Mikulski. Dort werde gute Jugendarbeit betrieben, auch er selbst war zehn Jahre lang Jugendtrainer in Niederrad.

Wer sich für einen seiner Kurse anmeldet, um etwa den Sportbootführerschein See zu erwerben, ist im Durchschnitt rund vier Wochen damit beschäftigt. Wer den Sportseeschifferschein anstrebt, sollte sich auf einen ein bis zwei Jahre dauernden Kurs einstellen. Der umfasst dann 1000 Seemeilen praktische Erfahrung. Der Schüler muss sich umfangreiches Wissen aneignen, etwa zu den Themen Navigation, Recht und Wetter. Aber eben auch auf dem Wasser aktiv sein.

Zum Beispiel als Teil einer Mannschaft bei einem Törn. Ein solcher startet im Juli in Heiligenhafen. Ziel: die Kanaren. Acht Skipper sind mit an Bord, dazu die Schüler, die einzelne Etappen bestreiten, sagt Mikulski. „Da wird neben sportlichen Fähigkeiten auch Teamgeist gefordert.“

Auch Reisen nach Gotland, Klaipeda oder Schottland haben die Schüler des Segel-Centers schon absolviert. Immer im Einklang mit dem Wasser, das naturgemäß auch oft mit Widrigkeiten aufwartet. Da muss der Segler dann fit sein, um damit umgehen zu können. „Wer die richtige Technik anwendet, kann größere Anstrengungen und vor allem Probleme vermeiden“, sagt Eckhard Mikulski.

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