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Am Urlaub hängt, zum Urlaub drängt, doch alles.
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Am Urlaub hängt, zum Urlaub drängt, doch alles.

Reisen

Urlaub in Spanien und den Niederlanden: Reisen mit Hochinzidenz

Spanien und die Niederlande sind seit Dienstag Hochinzidenzgebiete. Wer trotz Quarantänepflicht verreist, muss sich fragen: Habe ich Luft?

Ich habe die komplette Impfung – damit ist die Einreise für mich kein Problem.“ Ein Piks, der Germán Moreno viele Etappen auf dem Weg von Spanien nach Deutschland erspart hat. Seit Dienstag gilt das Land neben den Niederlanden als Hochinzidenzgebiet. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Dennoch fliegen einige Menschen von Deutschland aus in die beiden Länder in den Urlaub. Insgesamt machen die Flüge nach Spanien und in die Niederlande etwa zehn Prozent der insgesamt 780 von der Fraport prognostizierten Flüge aus. Die Prognose aus der vergangenen Woche rechnet in dieser Woche mit täglich 34 Flügen nach Spanien und ebenso vielen von Spanien zurück. In die Niederlande sollen täglich fünf Flieger starten und ebenso viele landen, erzählt Christian Engel von der Fraport. Auf dem spanischen Festland, den Kanaren und den Balearen hielten sich zurzeit etwa 200 000 Pauschalreisende sowie nochmals etwa die gleiche Zahl an Individualreisenden auf, so Kerstin Heinen vom Deutschen Reiseverband (DRV).

Wer die Heimreise aus einem Hochinzidenzgebiet mit mehr als 200 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner:innen antritt, muss zunächst die sogenannte Digitale Einreiseanmeldung (DEA) ausfüllen. Dazu kommt bei Geimpften und Genesenen die Vorlage eines Nachweises über die Impfung beziehungsweise die Genesung sowie bei Nicht-Geimpften die Vorlage eines Nachweises über einen negativen Test. Kontrolliert werden die Nachweise von den Fluggesellschaften. Die Daten der nicht-geimpften Einreisenden werden an die Gesundheitsämter des Wohnortes weitergeleitet, die für die Bearbeitung der Daten zuständig sind. Mit einem weiteren Test kann die Quarantäne auf insgesamt fünf Tage verkürzt werden.

„Eine Stornowelle gibt es nicht“, sagt Heinen vom DRV. Die Mehrheit der Verreisten sei entweder schon geimpft oder nehme die Quarantäne in Kauf. Engel von der Fraport nimmt die Situation ähnlich wahr: Überrascht sei niemand mehr von den Corona-Regelungen. Viele Reisende machten sich vor der Reise Gedanken und kalkulierten etwas Zeit mit ein. Auch beim Reisebüro L’tur am Terminal 1 werden nach wie vor Reisen gebucht – häufig „aus Trotz“, wie ein Mitarbeiter sagt. Die Preise in Spanien sänken zurzeit um etwa 15 bis 20 Prozent – um den Prozentsatz, um den Griechenland oder Italien die Preise anhöben. Bei nicht geimpften Reisenden laute die wichtigste Frage: „Haben Sie Luft“? So planten einige eine mehrtägige Quarantäne bereits ein, andere buchten um.

Den Verbänden der Luftverkehrs- und Reisewirtschaft ist es jedoch wichtig, an die Bürger:innen zu appellieren, sich impfen zu lassen: „Impfen ist der beste Weg für ein gutes Stück Freiheit und Mobilität“. Zugleich kritisieren die Verbände, dass eine reine Betrachtung der Inzidenz nicht mehr ausreiche für die Einstufung von Zielgebieten. Stattdessen müsste die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende und die Belastung des Gesundheitssystems am stärksten berücksichtigt werden, wie es in einer Mitteilung heißt.

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