Klimaschutz

Urlaub daheim und regionales Essen

  • Thomas Stillbauer
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Das „Team Frankfurt“ startet die nächste Klimakampagne mit Blogs zum CO2-Sparen. Positive Entwicklung beim Radverkehr soll verstärkt werden.

Die Ferien sind noch nicht vorbei – es gibt also noch die Gelegenheit für einen schönen Urlaub zu Hause. Urlaub zu Hause? Der 46-jährige Fechenheimer Papa Alexander geht zum Beispiel mit seinen zwei Söhnen, vier und sechs Jahre alt, an der renaturierten Mainschleife auf Bibersuche. „Wir fliegen nicht weg“, hat er dem Frankfurter Energiereferat gesagt: „Wieso auch, im Sommer ist Frankfurt perfekt, um hier Urlaub zu machen.“ Die Straßen sind leerer, es gibt mehr Platz fürs Radfahren. „Morgen gucken wir uns die neuen Humboldt-Pinguine im Zoo an.“

Urlaub zu Hause also – weil das dem Klima hilft. Weil das Thema Klimaschutz, Corona hin oder her, immer noch aktuell und wichtig ist, starten das Energiereferat und das „Team Frankfurt Klimaschutz 2050“ mit einer weiteren Kampagne.

Im August geht es um drei Klimaschutz-Themen gleichzeitig: klimafreundliches Reisen, lokale Versorgung und Autovermeidung/Radfahren. Dazu gibt es jeweils Plakate, Infoscreens, Anzeigen und passende Blogbeiträge auf der Internetseite www.klimaschutz-frankfurt.de.

Das erste Thema, das klimafreundliche Reisen, hat ja schon der Fechenheimer Papa kommentiert. Dazu gibt es auf der Website noch reichlich Tipps.

Das trifft auch auf den Schwerpunkt Lokalversorgung zu. In dem Blog wird erklärt, warum lokale Lebensmittel besser fürs Klima sind als Produkte aus fernen Landen (sie vermeiden nämlich enorm viel CO2-Ausstoß, weil der weite Transport entfällt). Im Blog wird auch erläutert, woran man regionale Lebensmittel erkennt. Wo man sie kaufen kann, das vermittelt der Rhein-Main-Guide (www.klimagourmet.de/rhein-main-guide).

Und die Autovermeidung? Frankfurt habe beim Radfahren unter allen deutschen Metropolen am meisten aufgeholt, zeigt eine Erhebung der TU Dresden, die der ADFC und das „Team Frankfurt“ zitieren. Aber da ist noch Luft nach oben: Bis zu den gut 30 Prozent Anteil, die der Radverkehr etwa in Karlsruhe hat, muss Frankfurt (knapp 20 Prozent) noch ganz schön strampeln.

Die neue Kampagne knüpft an die vorherige Aktion „Danke, dass Du was für das Klima machst“ an und will konkret werden, möchte sich direkt an die Menschen in den Stadtteilen richten. Die Marke „Team Frankfurt Klimaschutz 2050“ solle die Projekte der Stadt und weiterer Akteure zum Klimaschutz bündeln und schlagkräftiger machen, erklärt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne): „Unser Klimaschutz-Team soll weiterwachsen, denn nur gemeinsam können wir den Klimaschutz in unserer Stadt vorantreiben.“ Die Kampagne wird auch mit Geld des Landes Hessen gefördert.

Und welche Art Zuhauseurlaub machen Lena und Maike aus Bockenheim? Einen sportlichen Stadturlaub mit Ausflügen zum Alten Flugplatz im Grüngürtel oder am Mainufer entlang Richtung Seligenstadt oder nach Norden bis in den Taunus. Sie klettern in der T-Hall, machen Stand-up-Paddling auf dem Main oder rollen im Skatepark Osthafen um die Wette. Mehr dazu und auch zu anderen Themen wie Solarenergie oder Energiesparen im Haushalt: www.klimaschutz-frankfurt.de.

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