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Da ist es wieder: das Pokalsieger-Trikot.

Eintracht-Museum

Dieb gibt Eintracht-Trikot zurück

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Erleichterung im Eintracht-Museum: Das Pokalsieger-Shirt ist wieder da.

Es läuft derzeit bei der Eintracht. Erst nach großem Spiel ins Achtelfinale des Europapokals eingezogen, dann einen attraktiven Gegner für die nächste Runde zugelost bekommen, anschließend Hannover 96 mit 3:0 besiegt – und nun ist auch noch das gestohlene Trikot wieder da. „Das hat uns ungemein gefreut und erleichtert und auch bewegt“, sagt Matthias Thoma, der Leiter des Eintracht-Museums am Stadion.

Das Trikot ist nicht irgendein Trikot. Zwar hat es nie ein Eintracht-Spieler getragen, aber: Sämtliche Akteure der Pokalsiegermannschaft haben darauf unterschrieben. Insofern ist es eine großartige Erinnerung an den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte und kam nach dem Pokalsieg im Mai ins Museum. Dort wurde es allerdings nicht hinter Glas ausgestellt, sondern einer Kleiderpuppe in der Nähe des Eingangs übergestreift. Es gehöre zum Konzept, dass einzelne Exponate eben nicht in die Vitrine kommen, sagt Thoma.

Das schien sich am Donnerstagabend zu rächen. Nach der Partie gegen Donezk kam ein Mann ins Museum, verhielt sich zunächst unauffällig, kugelte dann der Kleiderpuppe den Arm aus und schnappte sich das Trikot.

Die Empörung im Museum war groß. In einem emotionalen Facebook-Post schrieben die Macher, wie groß der Verlust sei. Und am Samstag geschah es dann: Im Eintracht-Museum tauchte ein Mann mit einer Plastiktüte auf und wollte Matthias Thoma sprechen. Der pfiff auf seinen freien Tag und eilte an seinen Arbeitsplatz. „Dort entschuldigte sich der Mann hundertfach bei mir und holte das Trikot aus der Tüte“, erzählt er.

Wieso der Dieb es überhaupt gestohlen hatte, blieb unklar, vielleicht war die Euphorie über das 4:1 der Eintracht einfach zu groß. Jedenfalls erwartet ihn kein juristischer Ärger, denn das Museum verzichtet auf eine Anzeige. Und auch an dem Konzept, Exponate wie Trikots nicht hinter Glas auszustellen, werde man festhalten, verspricht Thoma.

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