Unterliederbach

Tafel für Siering

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Der Ortsbeirat stellt 700 Euro aus seinem eigenen Budget zur Verfügung.

Der Emil-Siering-Park soll nun auch eine Infotafel zum Namensgeber erhalten. Das hat der Ortsbeirat 6 in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der CDU einstimmig beschlossen. Das Gremium stellt 700 Euro aus dem eigenen Budget zur Verfügung. Die Stadt soll einen geeigneten Text ersinnen und das Schild am Eingang der Grünfläche hinter dem Hochhaus am Ende der Sieringstraße aufstellen.

Emil Siering war ab 1887 Stadtpfarrer in Höchst und Unterliederbach. 1890 hat er einen spektakulären Prozess gegen den preußischen Staat angestrengt, mit dem er Kirchengeschichte geschrieben hat. Der findige Pfarrer setzte den Bau einer neuen katholischen Kirche auf Staatskosten durch. So entstand die Josefskirche an der Hostatostraße.

Siering ist auch Gründungsmitglied des Höchster Vereins für Geschichte und Altertumskunde. Außerdem gilt er als Erbauer der alten Johanneskirche in Unterliederbach. 1899 ist er im Alter von 57 Jahren in Höchst gestorben.

Den Siering-Park gibt es offiziell erst seit vergangenem August. Anwohner haben die Grünfläche zwischen der Windthorststraße, der Sieringstraße und dem Sossenheimer Weg (hinter der Walter-Kolb-Schule) allerdings schon länger so bezeichnet. Doch erst 2018 hat der Ortsbeirat 6 den Namen aktenkundig gemacht und beim Nachbarschaftsfest des Quartiersmanagements eine Art Taufe vollzogen.

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