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So einen Anhänger lässt sich der Verein Stadtteilwohnzimmer Unterliederbach derzeit in Holland als mobilen Treffpunkt und Ersatz für ein Vereinsheim anfertigen.
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So einen Anhänger lässt sich der Verein Stadtteilwohnzimmer Unterliederbach derzeit in Holland als mobilen Treffpunkt und Ersatz für ein Vereinsheim anfertigen.

Unterliederbach

Unterliedbach: Mobiler Treffpunkt fürs Quartier

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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In Unterliederbach gibt es wenig Möglichkeiten, um die Nachbarschaft zu pflegen. Per Auto-Anhänger will der Nachbarschaftsverein jetzt mehr Leben in den Stadtteil bringen.

Ein Vereinsheim ist ihre Zukunftsvision. Realität wird dagegen schon bald ein mobiles „Stadtteilwohnzimmer“ für die Mitglieder des gleichnamigen Vereins. Zumindest im übertragenen Sinne: Für den Übergang hat sich der Nachbarschaftsverein entschieden, einen Auto-Anhänger im Stil eines Imbisswagens anzuschaffen. Als „lebhaften Treffpunkt“, sagt Susanne Thanheiser, Vorsitzende des Vereins Stadtteilwohnzimmer, der „Menschen zusammen und Leben in den Stadtteil bringen“ möchte.

In den Niederlanden wird ihr kleiner Traum auf einer Achse und zwei Rädern produziert und derzeit in schlichtem Weiß lackiert. „Ein klassischer Foodtrailer“, nennt ihn Thanheiser und zählt die Besonderheiten auf: „kleine Klappe, Theke, zwei Kühlschränke, Spülmaschine, und viel Stauraum. Eigentlich wollten wir auch eine Couch reinstellen“, scherzt sie, doch die habe nicht mehr gepasst. 11 000 Euro kostet das gute Stück und wird teils durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Einnahmen vergangener Feste finanziert. Auch Geld des Hessischen Nachbarschaftspreises, den der Verein 2017 erhalten hat, soll dafür verwendet werden.

Nicht zu alt, um zu feiern

Ob zum Hof- oder Wohnzimmerkonzert, zum Bürgerfest oder zur Kerb: „Wir ziehen ihn hin, einfach Klappe hoch und fertig“, erklärt Thanheiser das Konzept. Nach vierjährigem Vereinsbestehen erhält das Stadtteilwohnzimmer so einen festen und gleichzeitig fahrbaren Anlaufpunkt.

Spenden

Der Verein Stadtteilwohnzimmer Unterliederbach sucht noch Mitglieder und freut sich über Spenden für das fahrende Vereinsheim im Internet unter www.gofundme.com.

Informationen zum Verein gibt es online unter www.stadtteilwohnzimmer.de. Susanne Thanheiser ist unter der Mobilnummer 0178 / 8578035 erreichbar oder per Mail: info@stadtteilwohnzimmer.de. cd

„In Unterliederbach gibt es wenige Räume für die Nachbarschaft“, sagt Thanheiser. In der Parkstadt wohnten viele „Neubaubürger“, die noch keinen Anschluss in Unterliederbach gefunden hätten. Besonders für Menschen mittleren Alters gebe es neben Sport wenige Freizeitmöglichkeiten.

Die Lücke will der Verein Stadtteilwohnzimmer schließen. „Wir sind noch nicht zu alt, um zu feiern und etwas Schönes zu machen“, sagt die 46-jährige Lehrerin. Musik sei vor allem das, „was Leute anspricht und rauszieht“. Neben Näh-Abenden, Bingo und Lesungen hat der Verein schon viel Musikalisches ausprobiert: gemeinsames Rudelsingen im Restaurant, eine Disco-Party, „Latin Beats“ beim Weihnachtskonzert in der „Dorfkirche“ und Auftritte lokaler Bands.

Coronakonform gab es zuletzt „Rätseltouren“ durchs Quartier und „Bewegungsangebote“ an der frischen Luft. Ihr Sommerfest im Graubnerpark würden die Aktiven des Stadtteilwohnzimmers im September gerne wieder zusammen feiern. Sofern es Corona zulässt. Und dann mit dem mobilen Treffpunkt.

„Im Mai oder Juni können wir den Anhänger abholen“, sagt Thanheiser. Mit der Planung für ein stationäres Vereinsheim möchte sie erst beginnen, wenn der Verein hundert Mitglieder hat. Aktuell sind es 25. Erst durch mehr Mitgliedsbeiträge könne besser kalkuliert und die ehrenamtliche Arbeit auf mehr Personen verteilt werden.

„Wir haben das Mobil total schätzen und lieben gelernt, aber es wäre schon schön, wenn wir irgendwann ein Zuhause hätten“, sagt Thanheiser. Bis es so weit ist, sucht der Verein einen geschützten Stellplatz für den Anhänger.

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