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Rupsy Grover (rechts) und Reshmina Vij helfen in der Küche mit, um die Essen für die Bedürftigen zu kochen.
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Rupsy Grover (rechts) und Reshmina Vij helfen in der Küche mit, um die Essen für die Bedürftigen zu kochen.

Unterliederbach

Kochen für Bedürftige

Sikh-Gemeinde in Unterliederbach bereitet in der Küche ihres Tempels Essen zu. Die Helfer und Helferinnen liefern das Essen in mehreren Städten im Rhein-Main-Gebiet aus.

Zwei Bögen mit weißen Stoffblüten sind vor dem Eingang zum Tempel der Sikh in der Silostraße aufgebaut, gleich daneben ein Tisch, auf dem einige Kerzen flackern. Die Gläubigen im Tempel haben am vergangenen Freitag den 552. Geburtstag des Gründers ihrer monotheistischen Religion gefeiert – Guru Nanak Dev (1469 bis 1539). Die Kerzen und Blüten erinnern am Samstag noch an das Ereignis.

Seit den frühen Morgenstunden kochen gut 20 Mitglieder der Sikh für Bedürftige. Es gibt ein vegetarisches Menü: Kichererbsen und Reis und zum Nachtisch Milchreis. Das Essen wird abgepackt und an soziale Einrichtungen in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt sowie Einzelpersonen ausgeliefert. Alles ist genau organisiert. „Gut 800 Essen sind es dieses Mal“, sagt Rupsy Grover vom Sikh-Verband Deutschland.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gläubigen für Menschen in Not kochen. Seit dem Lockdown im Frühjahr 2020, als die Aktion gestartet ist, kommen die freiwilligen Helfer:innen monatlich immer am letzten Samstag zusammen, um bedürftigen Menschen etwas Leckeres zu kredenzen. Eine Ausnahme ist der November, in dem der Geburtstag des Religionsgründers zum Anlass für die Kochaktion genommen wird, die bundesweit auch in Tempeln der Religionsgemeinschaft in anderen Städten läuft. Koordiniert wird das Ganze vom Sikh-Verband Deutschland.

Seit Beginn der Aktion haben sie im Tempel neben der Jahrhunderthalle bereits mehrere Tausend Essen für Bedürftige gekocht. „Wir möchten gerne noch weitere Einrichtungen erreichen und wünschen uns, dass das Team wächst“, sagt Grover.

Einer, der seit dem Beginn der Kochaktion mit dabei ist, ist Nihal Singh. Er kocht mit, liefert aus und bringt die ersten Kartons zu seinem Auto, um damit nach Darmstadt zu fahren. Die Corona-Pandemie habe sichtbar gemacht, wie viele Menschen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben und auf Unterstützung angewiesen sind, sagt Singh. Auch für ihn als Student sei es schwierig gewesen, eine Tätigkeit als Werksstudent zu bekommen. Bei ihm habe es jedoch geklappt, auch habe er eine Familie, die ihn unterstützt. Bei vielen Menschen aber sehe die Situation viel schwieriger aus.

Nihal Singh erinnert sich noch daran, wie er zum ersten Mal Speisen ausgeliefert habe. „Die Menschen haben sich so gefreut und zu uns gesagt, wie wunderbar es ist, das Essen zu bekommen.“ Sie haben sich dafür bedankt, wie wunderbar es sei, in dieser Zeit zu helfen. Die Reaktionen haben ihn sehr berührt und ihn dazu motiviert, weiter mit dabei zu sein.

Und Reshmina Vij, die die Team-Leitung für die Aktion im Rhein-Main-Gebiet hat, betont_ „Wenn jeder einen kleinen Beitrag zur Besserung der Situation leistet, können wir insgesamt viel erreichen.“

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