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Grundlage für Bildungscampus in Frankfurt-Unterliederbach

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In Unterliederbach sollen einmal 3000 Schülerinnen und Schüler auf einem neuen Bildungscampus lernen. Der städtebauliche Ideenwettbewerb ist nun entschieden.

Wo derzeit Felder, Brachen, Gebüsch und Äcker sind, sollen einmal mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler lernen: An der Hermann-Waibel-Allee will die Stadt den Bildungscampus Unterliederbach errichten. Eine Grundlage dafür, wie dieser einmal aussehen könnte, wurde nun geschaffen. Der städtebauliche Ideenwettbewerb zum „Grünzug Unterliederbach“ ist entschieden. „Ziel ist die Entwicklung eines neuen Bildungscampus, der sich identitätsstiftend in attraktiv gestaltete Freiflächen einbettet“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Auf dem Gelände soll eine Bildungslandschaft mit zwei Berufsschulen, einer Grundschule und einer Kindertagesstätte entstehen. Sie sind von Spiel-, Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen umgeben, die den Nutzern der Einrichtungen genauso zur Verfügung stehen sollen wie den Bürgern aus der Umgebung. Die Stadt verspricht sich Synergieeffekte von der räumlichen Nähe der gewerblich-technischen Paul-Ehrlich-Schule und der kaufmännischen Ludwig-Erhard-Schule, weil etwa Mensa, Aula und Sportflächen gemeinsam genutzt werden können. Außerdem soll die Ludwig-Erhard-Schule zudem ab 2024 wieder Schüler in das berufliche Gymnasium aufnehmen, das auch eine Alternative zu den gymnasialen Oberstufen darstellt. „Der Bildungscampus ist ein Signal für den Frankfurter Westen“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). „Wir wollen im Westen moderne, zeitgemäße Schulen für die allgemeine und berufliche Bildung entwickeln.“

Das Preisgericht entschied sich unter den acht eingereichten Entwürfen einstimmig für den Entwurf des Büros „AG5 Architekten + Stadtplaner Part“ aus Darmstadt in Zusammenarbeit mit „Götte Landschaftsarchitekten“ aus Frankfurt. Der Siegerentwurf bildet die Grundlage für das eingeleitete Bebauungsplanverfahren. In der Beurteilung des Preisgerichts ist von einem verkehrsfreien grünen Quartierspark die Rede, in dem die Bebauung mit den bestehenden Nachbarschaften schlüssig vernetzt werde und es einen durchgehenden Grünzug gebe. „Bei der Beurteilung der Konzepte haben wir besonderen Wert auf eine gute Vernetzung des Campus mit seiner Umgebung, auf eine gute ÖPNV-Anbindung sowie gute ökologische und klimatische Bedingungen gelegt“, sagte Josef. Und für Baudezernent Jan Schneider (CDU) werden durch die Planung mögliche Konflikte zwischen den Schulen und den Nachbarinnen und Nachbarn vermieden.

Für den Wettbewerb wurde ein Preisgeld von 93 000 Euro zur Verfügung gestellt. Jeder Teilnehmer erhielt eine Aufwandsentschädigung von 8500 Euro. Für den ersten Preis gab es 12 000 Euro.

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