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Feuerwehrnachwuchs holt Weihnachtsbäume ab

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Von: Alexandra Flieth

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Die Kinder gehen mit gutem Beispiel voran und schleppen die Bäume weg.
Die Kinder gehen mit gutem Beispiel voran und schleppen die Bäume weg. © Maik Reuß

Die alljährliche Baumaktion der Freiwilligen Feuerwehr entlastet die Müllabfuhr.

Den Kindern und Jugendlichen der Mini- und Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Unterliederbach, die an diesen Vormittag gemeinsam mit Mitgliedern der Einsatzabteilung durch die Straßen westlich der Königsteiner Straße ziehen, macht ihre Arbeit sichtlich Spaß. Sie klingeln bei den Anwohner:innen und holen ausrangierte Weihnachtsbäume ab. Die Aktion hat Tradition im Stadtteil und wird seit mehr als einem Vierteljahrhundert immer nach dem Dreikönigstag angeboten.

„Rund 300 Weihnachtsbäume kommen in diesem Jahr zusammen“, schätzt am Samstag schon früh Jugendwart Arthur Chamboncel. Rund 35 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 17 Jahren sind dieses Mal dabei; alle sind bei der Stadtteil-Feuerwehr aktiv. Die Kinder wurden zuvor zu viert oder fünft in Gruppen aufgeteilt; jede wird von einem erwachsenen Mitglied der Einsatzabteilung begleitet.

Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf fast alle Straßen und Gassen des Teils Unterliederbachs westlich der Königsteiner Straße, also den alten Ortskern und umliegende Siedlungen. Die abgeschmückten Bäume werden zunächst an den Straßenecken gesammelt, wo sie später Landwirt Gerhard Wagner mit dem Traktor und dem großen Anhänger abgeholt. Die Bäume werden gehäckselt, die Häcksel im Anschluss als Bodenbelag für eine Pferdekoppel genutzt.

Damit die Mädchen und Jungen die Bäume ohne Schwierigkeiten greifen können, sind sie mit schnittfesten Handschuhen ausgestattet. Die siebenjährige Paul trägt eine rote Mütze auf dem Kopf, die ihn als Mitglied der Mini-Feuerwehr ausweist. Der Grundschüler mag an der Aammelaktion vor allem, bei den Menschen zu klingeln und mit ihnen zu sprechen. „Das macht Spaß“, sagt er. Und diejenigen, die den Abhol-Service nutzen, geben den Mädchen und Jungen oftmals eine kleine Spende für die Kinder- und Jugendarbeit mit.

Das Engagement bringt noch einen weiteren Vorteil: Wenn die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) mit ihrem Weihnachtsbaum-Sammelmobil am 27. Januar durch Unterliederbach fährt, liegen nicht mehr so viele Bäume auf den Bürgersteigen herum.

„Die Aktion gibt den Kindern, aber auch den Mitgliedern der Einsatzabteilung die Möglichkeit, etwas Karitatives für den Stadtteil zu machen, das über die Aufgaben des Brandschutzes hinausgeht“, sagt Jugendwart Chamboncel. Doch einige der ausrangierten Weihnachtsbäume sind schon recht groß und schwer. Das Wegtragen sei dann manchmal „auch bisschen anstrengend“, findet Lilly (8).

Die Unterliederbacher Wehr freut sich, dass sowohl Jugend- als auch Mini-Feuerwehr bei den Kindern sehr beliebt sind. Trotz der pandemiebedingten Pause müssen sich die Verantwortlichen keine Sorgen um Nachwuchs machen. Derzeit machen bei der Mini-Feuerwehr 20 Kinder ab sechs Jahren mit, bei der Jugend-Feuerwehr 38 Mädchen und Jungen ab zehn Jahren.

Die Mini-Feuerwehr trifft sich dienstags von 17 bis 18 Uhr, die Jugendfeuerwehr im Anschluss von 18 bis 20 Uhr, im Gerätehaus am Heimchenweg 8 a. Unter www.ff-unterliederbach.de gibt es weitere Infos.

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