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Endlich: Viel Platz zum Toben, Rennen und Spielen in der Parkstadt Unterliederbach.

Unterliederbach

Begegnungsort für Anwohner

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Die Grün- und Spielflächen in der Parkstadt sind fertig.

Auf knapp 10 000 Quadratmetern Spielen, Bolzen oder sich mit Anwohnern treffen: Die Spiel- und Freizeitfläche westlich des Neubaugebietes Parkstadt ist fertig gestellt. Bei einem feierlichen Akt im Freien übergibt die Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) in Anwesenheit zahlreich erschienener Anwohner das Areal an die Stadt.

„Stadtentwicklung bedeutet nicht nur Wohnungsbau“ erläutert Planungsdezernent Mike Josef. Neben der Infrastruktur und der Anbindung an den ÖNPV haben bei der Quartiersentwicklung die „Frei- und Grünflächen als qualitätsvoller Spiel- und Erholungsraum“ hohe Priorität. „Der öffentliche Raum ist inzwischen auch ein wichtiger Begegnungsort für die Anwohner“, so Josef.

Die mussten bis zur Fertigstellung einige Geduld aufbringen. „Es ging nicht voran“, sagt Eva Bucher. 2014 ist sie mit ihrer Familie in das Neubaugebiet gezogen und hat sich, in Absprache mit Nachbarn, wiederholt mit Nachfragen an die zuständigen Stellen gewandt. Und damit auch Druck gemacht.

„Die Bürger haben länger warten müssen“, gibt Rainer Wrenger, Geschäftsführer der KEG, offen zu. Mit dem Ergebnis sind Planer, Stadtvertreter und Anwohner sichtlich zufrieden. Insbesondere die Qualität der Spielgeräte sei lobenswert, richtet Wrenger sich an Karin Pfalzner vom Grünflächenamt.

Ein wichtiger Aspekt auch für Nina Ivanova, Leiterin des angrenzenden Johanniter Kinderzentrums (JoKiZ). Für die Kinder der Einrichtung mit vier Gruppen bedeutet die Freizeitanlage eine zusätzlich nutzbare Spielfläche.

Am südlichen Ende des 220 Meter langen und rund 45 Meter breiten „grünen Bandes“ befindet sich ein Spielplatz mit Spielturm, Rutsche, Kletterparcour, Schaukeln und Wippe. Daneben ist ein Bereich für Klein- und Kindergartenkinder, ein weiterer für Grundschulkinder vorgesehen. Nach Norden hin gibt es eine Tischtennisplatte, ein Streetball-Feld und einen Bolzplatz. Auf dem gesamten Gelände sind Bänke und Sitzgelegenheiten installiert, ein Picknickplatz lädt zu einem längeren Aufenthalt oder Plausch ein. Insgesamt 35 neu gepflanzte Bäume sollen Schatten spenden.

Als naturnahes Entwässerungssystem für die Parkstadt sind zwei Versickerungsmulden als Rückhaltebecken in die Grünanlage integriert. „Dies führt zu einer nachhaltigen Schonung der Grundwasserressourcen“ erläutert Projektleiter Wolfgang Weisenborn. „Hier entsteht aber kein See. Das Wasser läuft sehr schnell ab,“ ergänzt Karin Pfalzner vom Grünflächenamt.

Direkt an das Freizeitgelände grenzen Acker- und Wiesenflächen. Der Übergang ist fließend gehalten – ohne Randsteine und Begrenzung. Der Grund: Hier soll in einem nächsten Bauabschnitt die Parkstadt II mit weiteren 1000 Wohnungen entstehen. Mike Josef wünscht sich, dass in Zukunft die Grün- und Spielfläche das Herzstück der Parkstadt wird, „an dem das bestehende und das geplante Wohngebiet zusammenwachsen.“

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