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Kultur trotz Corona

Unter den Frankfurter Brücken soll Live-Musik spielen

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Die Koalition plant den „Frankfurter Mainbrückensommer 2021“, damit Corona nicht wieder alles verstummen lässt.

Oldies unter der Osthafenbrücke, Hip-Hop unter der Honsellbrücke, Underground unter der Untermainbrücke – wenn es nach der Koalition aus CDU, SPD und Grünen geht, könnte der nächste Sommer der „Frankfurter Mainbrückensommer 2021“ werden. Das Motto: „Unter den Brücken spielt die Musik.“ Einen entsprechenden Antrag sollen die Stadtverordneten verabschieden.

Die Frage, die dahintersteckt: Wie kann es weitergehen mit Musikveranstaltungen? Künstler:innen und Fans leiden seit März darunter, dass Pop- und Rockkonzerte in Clubs und Hallen praktisch gar nicht mehr und draußen auch nur sehr reduziert möglich sind. Gelungene Open-Air-Veranstaltungen wie etwa im Neuen Frankfurter Garten mit gut organisiertem Abstand zwischen den Zuschauer:innen machten Lust auf mehr – aber bei frostigen Temperaturen funktioniert auch das nicht.

Die Koalitionsfraktionen sehen Livemusikveranstaltungen als wichtigen Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens: „Sie sind Ausdruck von Lebensfreude und bieten vielen, vor allen Dingen jungen Menschen Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch, zum Knüpfen von Kontakten und Freundschaften“, heißt es in dem Antrag. Doch sei zu erwarten, dass auch 2021 Livemusik unter Corona-Bedingungen nur sehr eingeschränkt möglich sein werde, vor allem in geschlossenen Räumen. Die Stadt solle deshalb schon jetzt Planungen einleiten.

Runder Tisch zur Planung

Konkret sieht der Antrag einen runden Tisch vor. Daran könnten erfahrene Kulturleute und Veranstalter mit Abgesandten der Ordnungs-, Grünflächen- und Kulturämter sowie der Tourismus-GmbH beraten und den „Brückensommer 2021“ für etwa drei Monate planen. Die zuständigen Ortsbeiräte sollen mitwirken.

Im Einzelnen sei zu klären, unter welchen Bedingungen Jazz, Pop, Folk, eventuell auch Klassik dort möglich und wie Getränke zu verkaufen wären. Die Standorte könnten sich abwechseln, damit die Nachbarschaft nicht über die Maßen mit Geräusch belastet wird. Bürokratische Hürden will die Koalition aber so niedrig wie möglich halten, die künstlerischen Freiheiten so groß wie möglich.

Als Standorte kommen außer den drei eingangs genannten infrage: Deutschherrenbrücke, Flößerbrücke, Ignatz-Bubis-Brücke, Alte Brücke (nur Hibbdebacher Seite), Friedensbrücke, Leunabrücke (nur Höchster Seite), Schwanheimer Brücke und Europabrücke. Weitere Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht. Das Charmante an den Brücken: Es regnet den Bands schon mal nicht in die Verstärker.

Die Kriterien, nach denen die Standorte an Kunst- und Kulturschaffende, Clubs und die unabhängige Kulturszene vergeben werden können, sind nach dem Willen der Koalition zu prüfen. Der Eintritt soll frei sein, die Livemusik-Acts sollen vorrangig aus Frankfurt kommen.

Wie viel solch ein Mainbrückensommer kosten würde, einschließlich Sicherheits- und Hygienekonzept und künstlerischem Programm, auch das soll Teil der Beratungen sein. Fest steht: Für Musikfreunde wäre es ein unbezahlbarer Gewinn, verglichen mit dem Status quo.

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