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Unmut über Uwe Beckers Plakate zur OB-Wahl in Frankfurt

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Von: Georg Leppert

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Auf seinen Plakaten wirkt Uwe Becker siegessicher.
Auf seinen Plakaten wirkt Uwe Becker siegessicher. © privat

Der CDU-Bewerber nennt sich bereits „Ihr Oberbürgermeister“. Die Konkurrenz findet das nicht lustig.

Eigentlich ist ziemlich genau geregelt, wer Frankfurter Stadtoberhaupt ist. Bis zum 11. November war es Peter Feldmann (SPD), seitdem ist Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) amtierende Oberbürgermeisterin. Am 26. März gibt es die Stichwahl um den Posten. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird am 11. Mai in der Stadtverordnetenversammlung ins Amt eingeführt und darf sich fortan Stadtoberhaupt nennen. So weit die Theorie.

In der Praxis schreibt der CDU-Kandidat Uwe Becker auf die Plakate, mit denen er etwa zu Veranstaltungen einlädt, bereits „Ihr Oberbürgermeister“. Das kommt bei der Konkurrenz nicht gut an.

SPD spricht von Hochmut

„Hochmut kommt vor dem Fall“, sagt etwa SPD-Chef Kolja Müller. Überheblichkeit habe „noch keinem Politiker geholfen“. Die Vorsitzende der Grünen, Julia Frank, hatte sich bereits vor einigen Tagen auf Twitter über Beckers Formulierung lustig gemacht und viel Resonanz darauf bekommen. Es sei „zumindest grenzwertig“, wenn sich ein Kandidat jetzt schon als Oberbürgermeister ausrufe.

Gerade von Franks Seite hätte Becker nicht mit dieser Kritik gerechnet. Steht doch auf Veröffentlichungen der Grünen-Kandidatin, Manuela Rottmann, der Slogan „Oberbürgermeisterin für Frankfurt“. Im Gespräch mit der FR fragt Uwe Becker, „kennt Frau Frank das gar nicht?“.

Im Übrigen wolle er sich keinesfalls jetzt schon zum Sieger der OB-Wahl ausrufen, betont der Christdemokrat. Die Menschen wüssten, dass er noch gewählt werden müsse. Insofern sei klar, dass er mit der Formulierung nur seine Ansprüche bekräftige, OB zu werden. Der Slogan sei sicher „nicht überzogen“. Das sieht Frank anders. Vor allem sei Beckers Vergleich zu Rottmann falsch. Der Zusatz „für Frankfurt“ mache deutlich, dass Rottmann im Wahlkampf sei.

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Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: „Eine Frage der Ehre“.

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