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Unmut über Kita-Pläne für den Riedberg

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Die Stadt will Betreuungsplätze tauschen, die Eltern sehen funktionierende Strukturen gefährdet.

Das Aus für die Kita Sonnenwind im Gebäude der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, sorgt für Unmut. Die Grundschule wächst, wird im kommenden Schuljahr fünfzügig. Der Platz ist aber knapp. Stadtschulamt und Bildungsdezernat haben daher strukturelle Veränderungen im Betreuungsangebot im Quartier angekündigt und den betroffenen Eltern bei einem Informationsabend am Mittwoch erste Pläne vorgestellt.

Die Kita Sonnenwind soll es demnach nicht mehr geben. 63 Kinder sind bislang dort untergekommen. Sie sollen künftig in der Kita Schatzinsel betreut werden, an der Christiane-Vulpius-Straße. Dadurch schaffen die Schulplaner Platz im Grundschulgebäude. Das Amt will dort die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) aufstocken. Nachmittagsbetreuung ist dringend gefragt, nachdem die Hortplätze bei den Kitas „Schatzinsel“ und „Weltraum“ wegfallen. Durch den Wegfall der Hortplätze werden an beiden Standorten jedoch weitere Kindergartenplätze geschaffen. Die Einrichtungen tauschen also Plätze aus.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) versicherte, dass durch die Umstrukturierungen keine Betreuungsplätze verloren gingen. Vielmehr werde das Betreuungsangebot im Kindergartenbereich sogar noch ausgebaut, betonte Weber.

Bei ganztägig arbeitenden Schulen, wie der Grundschule Riedberg, sei ein verlässliches, pädagogisches Angebot unerlässlich, in dem sich Betreuungs-, Bildungs- und Freizeitangebote ergänzen oder ineinander übergehen, heißt es zudem aus dem Bildungsdezernat.

Die Eltern der Kita-Kinder zeigen allerdings wenig Verständnis. „Viele sind sehr aufgeregt und verstehen nicht, warum gut funktionierende Strukturen wie die Kita Sonnenwind aufgelöst werden sollen“, berichtet Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU). Auch die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 12 schlägt sich auf die Seite der Eltern und fordert den Erhalt der Kindertagesstätte. „Dass wir Kinderbetreuungsplätze schaffen, indem wir langjährig funktionierende Einrichtungen abschaffen, kann nicht die Lösung sein“, sagt Fraktionsvorsitzender Sascha Vogel.

Sowohl die Kita-Gemeinschaft, wie auch das Betreuungsteam würden auseinandergerissen. Die CDU-Fraktion fordert daher, dass geprüft werden sollte, inwiefern die Kindertagesstätte an einem neuen Standort weitergeführt werden könne.

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