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22.06.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Kriminalbeamte der hessischen Polizei untersuchen den Tatort im Stadtteil Griesheim nach Spuren. Nach Schüssen hatte die Polizei einen leblosen Mann in einer Wohnung gefunden. Die Hintergründe des Geschehens sind weiter unklar. Foto: Helmut Fricke/dpa – ACHTUNG: Das Kfz-Kennzeichen ist aus rechtlichen Gründen gepixelt +++ dpa-Bildfunk +++
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22.06.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Kriminalbeamte der hessischen Polizei untersuchen den Tatort im Stadtteil Griesheim nach Spuren. Nach Schüssen hatte die Polizei einen leblosen Mann in einer Wohnung gefunden. Die Hintergründe des Geschehens sind weiter unklar.

Polizei

Unklarheit nach tödlichen Schüssen in Frankfurt-Griesheim

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Noch ist nicht geklärt, wie der 41-Jährige genau zu Tode kam. Waffen und Sprengsatz in der Wohnung. Einen polizeibekannten Vorfall mit dem Mann soll es schon 2014 gegeben haben.

Einen Tag nach einem tödlichen Polizeieinsatz in Frankfurt-Griesheim sind die genauen Umstände der Tat noch nicht geklärt. „Noch ist unklar, ob die Schussabgabe ursächlich für den Tod des Mannes ist, das Obduktionsergebnis liegt noch nicht vor“, hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung von Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft Frankfurt.

Laut Mitteilung hatte ein Nachbar des 41-Jährigen am Dienstagvormittag die Polizei verständigt, weil er Schreie aus dessen Wohnung hörte. Offenbar hatte er Sorge, der 41-Jährige könne eine andere Person bedrohen. Als eine alarmierte Streife an der Tür des 41-Jährigen klingelte, habe der Mann in einer Schussweste und mit Schusswaffe und Messer bewaffnet die Beamten sofort angegriffen und einen der Polizisten die Treppe hinunter geschubst. „Im weiteren Verlauf kam es zu Schussabgaben“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Streife soll sich dann zurückgezogen und auf das Eintreffen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) gewartet haben.

Das SEK fand den 41-Jährigen demnach bei der anschließenden Durchsuchung dann leblos „in dem Mehrfamilienhaus vor.“ Unklar blieb auch auf Nachfrage der FR, wo genau der Tote gefunden wurde, und wo die Schüsse abgegeben wurden und wie viele. Die Spurensicherung war am Dienstagnachmittag auch im Innenhof des Mehrfamilienhauses im Einsatz und auch am Mittwoch nochmal vor Ort.

Im Rahmen der Wohnungsdurchsuchung am Dienstag wurden neben einem Messer auch Schusswaffen sowie ein sogenannter Blitzknallsatz gefunden, weshalb auch die Sprengtechniker des LKA zum Einsatz kamen. Wie viele Schusswaffen genau gefunden wurden, und ob darunter auch eine oder mehrere scharfe Waffen waren, dazu machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Der verstorbene 41-Jährige soll hingegen polizeilich bekannt gewesen sein, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz sowie Körperverletzungsdelikten. So soll er 2014 einen anderen Mann angegriffen, zu Boden gestoßen, mit Reizgas besprüht und mit einem Dolch bedroht haben. Das Verfahren gegen ihn war laut Staatsanwaltschaft aber 2017 eingestellt worden, da der Beschuldigte von einem Gutachter zur Tatzeit als schuldunfähig eingestuft wurde. Welche psychische Erkrankung der 41-Jährige möglicherweise hatte, und wie sein Gesundheitszustand zuletzt war, konnte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch nicht sagen.

Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und den Todesumständen des Mannes dauern noch an. Der am Dienstag verletzte Polizist habe das Krankenhaus wieder verlassen können, hieß es.

FOTO TAGESSATZ

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