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Über 90 leere städtische Wohnungen

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Von: Yağmur Ekim Çay

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Linke beantragt, die Vermietung leerstehender Wohnungen an Anspruchsberechtigte oder Geflüchtete

Die Häuserzeile in Alt-Rödelheim steht schon lange leer.
Die Häuserzeile in Alt-Rödelheim stand lange leer. © Renate Hoyer

In Frankfurt sollen 95 Wohnungen, die der Stadt Frankfurt gehören, aufgrund eines Instandhaltungsstaus leer stehen. Darauf macht die Linksfraktion im Römer aufmerksam. Sie beantragt die Sanierung dieser Wohnungen, um sie einer Nutzung zuzuführen.

Zudem fordert die Linke, diese Wohnungen an Anspruchsberechtigte oder Geflüchtete zu vermieten. Rund 7500 Menschen sollen zurzeit in Notunterkünften leben, mehr als die Hälfte mit Fluchthintergrund. Noch 22 832 Menschen sollen auf eine Sozialwohnung warten.

Die Fraktion will die die Reprivatisierung ausschließen

„Tausende Menschen in Frankfurt suchen verzweifelt nach einer bezahlbaren Wohnung, und die Stadt lässt absichtlich Wohnungen, die ihr selbst gehören, vergammeln und ungenutzt“, kritisiert Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion. Das sei nicht nur verschenktes Potenzial, sondern schlichtweg unsozial.

Mit dem Antrag wolle die Linke auch eine Vergabe in Erbpacht oder die Reprivatisierung ausschließen. Öffentliche Wohnungen zu reprivatisieren, sei verantwortungslos, betont Yilmaz. „Private Investor:innen haben nicht nur Mieterhöhungen und Profitsteigerungen im Sinn, sondern treiben auch die Spekulation mit Wohnraum voran. Davor müssen diese Wohnungen geschützt werden.“

Zu ihrer ersten Sitzung nach der parlamentarischen Sommerpause tritt die Stadtverordnetenversammlung am 22. September zusammen.

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