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Täglich fahren Lastwagen durch den engen Ortskern, um Material zur Baustelle des Gleisbausbaus zu bringen.

Verkehr

Raus mit den Lastwagen aus Berkersheim

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Blechschaden durch Baustellenverkehr: Ortsvorsteher Robert Lange fordert von der Bahn, dass keine Lkw mehr durch den Stadtteil fahren.

Nun ist eingetreten, was viele Bürger von Berkersheim und der Vorsteher des Ortsbeirats 10, Robert Lange (CDU), schon lange befürchtet haben: Im Zusammenhang mit dem Baustellenverkehr der Bahn durch die engen Gassen des Stadtteils (die FR berichtete) hat es einen Unfall gegeben. Zwar entstand dabei lediglich ein Blechschaden, und beteiligt waren lediglich zwei Lastwagen. Doch Lange ist ernsthaft sauer.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben eines Anwohners am Freitagmorgen auf Höhe der Berkersheimer Bahnstraße 6. Zwei Lastwagen seien parallel in der Straße – und teilweise auf dem Gehweg – unterwegs gewesen und dabei kollidiert.

Ebenfalls am Freitagmorgen kam es zu einer weiteren gefährlichen Situation. Wie ein anderer Bewohner des Stadtteils berichtete, war seine Frau mit zwei Pferden in der Berkersheimer Obergasse Richtung Berkersheimer Bahnstraße unterwegs. Dabei seien ihr zwei Lkw entgegengekommen, ein weiterer sei hinter der Frau gefahren. Sie hätte keine Chance gehabt, mit den Pferden an den Fahrzeugen vorbei zu kommen. Als einer der Fahrer die Druckluftbremse löste, seien die Pferde fast durchgegangen.

Ein weiteres Beispiel vom Montag: Ein Anwohner lief mit seinem Kind im Kinderwagen in der Obergasse Richtung Nidda. Als ein Lastwagen „angeschossen kam und zum Teil mit den Reifen auf dem Gehweg gefahren ist“, habe er den Fahrer im letzten Moment noch auf sich aufmerksam machen können. Der Fahrer habe nur zurückgeschrien.

Lange reicht es jetzt. Der Ortsvorsteher appelliert an die Bahn: „Stoppen Sie bitte umgehend diesen Wahnsinn – bevor es zu spät ist!“ Er verschärft den Ton: „Ich ermahne Sie hiermit zum letzten Mal!“ Er erwartet eine „umgehende Einstellung des Bauverkehrs“.

Wie im Ortsbeirat am Dienstag angekündigt, hat er der Bahn zwei Terminvorschläge für ein Treffen übermittelt. Beide wurden unter Verweis auf einen dritten Termin abgelehnt. Das will Lange aber so nicht akzeptieren. Sein Fazit: „Es darf hier kein Mensch zu Schaden kommen – sehenden Auges!“

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