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Akademie der Arbeit

Umzug auf den Campus Westend

  • Franziska Schubert
    VonFranziska Schubert
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Die Europäische Akademie der Arbeit zieht von der Mertonstraße in Bockenheim an die Eschersheimer Landstraße/Ecke Miquelallee. Dies ist ein starkes Signal, dass die traditionsreiche, 1921 von Hugo Sinzheimer, dem Vater des Arbeitsrechts, gegründete Akademie der Frankfurter Uni weiterhin eng verbunden bleibt.

Die Weichen für die Zukunft der Europäischen Akademie der Arbeit sind gestellt: Das Land Hessen, die Stadt Frankfurt, der Präsident der Goethe-Uni und der Kuratoriumsvorsitzende der Europäischen Akademie der Arbeit besiegelten am Montag den für 2017 geplanten Umzug des Bildungsinstituts von der Mertonstraße in Bockenheim an die Eschersheimer Landstraße/Ecke Miquelallee in einer gemeinsamen Absichtserklärung. Darüber hinaus kündigte die Gewerkschaft IG Metall an, den Neubau zu finanzieren.

Dies ist ein starkes Signal, dass die traditionsreiche, 1921 von Hugo Sinzheimer, dem Vater des Arbeitsrechts, gegründete Akademie der Frankfurter Uni weiterhin eng verbunden bleibt. Parallel dazu kündigte Akademiedirektor Martin Allespach an, die „bundesweit einmalige Weiterbildungsstätte für Berufstätige“ strategisch zu einem „House of Labour“ (so der Arbeitstitel) weiterentwickeln zu wollen. Dass „am Gegenpol zum House of Finance“ Forscher – auch von der Goethe-Uni – zusammenfinden, hofft Unipräsident Werner Müller-Esterl. Angestrebt werde neben der Schaffung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge, so Allespach, ein Forschungscluster zum Thema „Arbeitsbeziehungen und Mitbestimmung“ – ein Aspekt, der in den Wirtschaftswissenschaften oft zu kurz komme.

Die Landesregierung unterstützt das Vorhaben, betont Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland (CDU), „indem wir der Akademie das Grundstück im Erbbaurecht kostenlos überlassen.“ Zudem werde das Land 50 von den 417 Plätzen des neuen Wohnheims an der Hansaallee kostenlos für Studierende der Akademie bereitstellen. Weyland sagte, das Projekt sei ein Beispiel für die guten Beziehungen zwischen Land und Gewerkschaften.

Liste der Absolventen ist ansehnlich

Denn bereits seit 1951 betreiben das Land und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gemeinsam die Trägerstiftung. Den finanziellen Löwenanteil an den Kosten für die Akademie mit rund 20 Mitarbeitern schultert der DGB, aber auch Land und Stadt beteiligen sich. Jährlich erlangen dort rund 40 Berufstätige eine Hochschulzugangsberechtigung, von denen mehr als die Hälfte ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung erhalten. Beschäftigte der Stadt, aber auch Fraport-Mitarbeiter können für das Studium ein Jahr lang freigestellt werden. Ansonsten bewerben sich dort viele Gewerkschafter, aber auch Vertreter von Non-Profit-Organisationen. Das Durchschnittsalter der Bewerber liegt bei 30 Jahren.

Auf dem zwölfmonatigen Stundenplan stehen Arbeits- und Verfassungsrecht, Sozialpolitik und Ökonomie. „Rund ein Drittel unserer Weiterbildenden studiert später, ein Drittel arbeitet anschließend bei Gewerkschaften, Kirchen oder Verbänden und ein Drittel übernimmt im Betrieb Verantwortung als Personaler oder Betriebsrat“, sagt Allespach.

Die Liste der Absolventen ist ansehnlich: Sie reicht vom früheren Arbeitsminister Walter Riester (SPD), dem ehemaligen IG-Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters bis zum Frankfurter Ex-Bürgermeister Achim Vandreike (SPD). Dass an der Akademie „die Exzellenz der Gewerkschafter“ ausgebildet werde, die sich aktiv für den sozialen Ausgleich einsetzen, wünscht sich Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

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