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Die Drogenhilfeeinrichtungen werden nicht nur von Menschen aus Frankfurt genutzt.
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Die Drogenhilfeeinrichtungen werden nicht nur von Menschen aus Frankfurt genutzt.

Gesundheitspolitik

Umland zahlt nicht für Drogenhilfe in Frankfurt

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Gesundheitsdezernent Stefan Majer sieht keine Möglichkeit, die Nachbarstädte zur Kasse zu bitten.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hält es für unrealistisch, dass sich Kommunen aus dem Frankfurter Umland an den Kosten für die Drogenhilfeeinrichtungen im Bahnhofsviertel beteiligten. Das sagte Majer am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung.

Der Stadtverordnete Yanki Pürsün (FDP) hatte auf Berichte verwiesen, wonach nur 45 Prozent der Süchtigen, die die Einrichtungen besuchen, aus Frankfurt kommen. „Gerade während der Coronapandemie hat sich die Situation im Bahnhofsviertel gravierend verändert, was zu weiteren Konflikten führt“, sagte Pürsün. Aufgabe der Stadt sei es, einen Ausgleich der Interessen von allen Menschen zu schaffen, die im Bahnhofsviertel unterwegs sind – also auch von Geschäftsleuten und Anwohnerinnen und Anwohnern.

Pürsün fragte kritisch nach, mit welchem Betrag sich das Umland an der Finanzierung der Hilfseinrichtungen in Frankfurt beteilige. Von den Städten und Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet fließe kein Geld in die Frankfurter Stadtkasse, antwortete Majer. Insgesamt gebe Frankfurt 12,86 Millionen Euro für die Suchthilfeeinrichtungen aus. Davon kämen 2,16 Millionen Euro vom Land Hessen.

„Überörtliche Aufgabe“

Dass längst nicht alle Klientinnen und Klienten in Konsumräumen und anderen Einrichtungen im Bahnhofsviertel aus Frankfurt kommen, sei eine Tatsache, sagte Majer: „Suchtkranke Menschen kommen an die Orte, an denen sie ihr Suchtmittel bekommen.“ Die Hilfe müsse deshalb dort angeboten werden, „wo die Menschen erreicht werden, dort, wo sie sich aufhalten“. Deswegen gebe es in Frankfurt zahlreiche Drogenhilfseinrichtungen.

Frankfurt nehme aber auch in anderen Bereichen überörtliche Aufgaben wahr. Das müsse die Stadt auch für Menschen tun, die nicht wohlhabend seien, betonte der Gesundheitsdezernent.

Die Diskussion um eine Beteiligung des Umlands an den Kosten für Beratungs- und Präventionsangebote werde schon seit vielen Jahren geführt, sagte Majer. Er erinnerte an Überlegungen, wonach Menschen aus den Nachbarstädten Frankfurts in Oper und Schauspiel höhere Eintrittspreise bezahlen sollen. Umgesetzt wurden solche Gedankenspiele freilich nie.

Dass es Möglichkeiten gebe, das gesamte Rhein-Main-Gebiet an den Kosten für die Drogenhilfeeinrichtungen zu beteiligen, bezweifelte Majer.

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