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Professor Andreas Reif befasst sich mit dem Thema ADHS.

Uniklinik Frankfurt

Umgang mit ADHS-Kranken

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Das Frankfurter Universitätsklinikum beteiligt sich an der Aufklärung über das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom und sucht Teilnehmer für neue Studien.

Eine europaweit agierende Patientenorganisation mit dem Kürzel ADHD möchte den Monat Oktober nutzen, um das öffentliche Bewusstsein für Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu sensibilisieren und für Verständnis zu werben. Die Frankfurter Uniklinik unterstützt dieses Anliegen und möchte über den Oktober hinaus mit drei Studien neue Behandlungsmethoden erforschen, für die sie jetzt Patienten sucht, die sich beteiligen möchten.

Andrea Bilbow, die Vorsitzende von ADHD Europe thematisiert in einer Mitteilung an die Presse das Berufsleben Betroffener. ADHS bereite „nicht nur Probleme im Arbeitsalltag“. Berufstätige mit ADHS verfügten vielmehr über „eine Menge an Fähigkeiten und Stärken“. Wenn Arbeitgeber besser über ADHS informiert wären, könnten zum Nutzen aller individuelle Hilfen angeboten werden.

Das Universitätsklinikum möchte sich ebenfalls für ADHS-Betroffene engagieren und das Spektrum der Behandlungsmethoden erweitern. Bislang können die Symptome wie Konzentrationsmangel und Bewegungsdrang häufig erfolgreich, aber nicht immer mit Medikamenten verbessert werden. Mit einer ersten Studie soll überprüft werden, welche Möglichkeiten eine individuell abgestimmte Verhaltenstherapie bietet. ADHS-Betroffene im Alter von 12 bis 17 Jahren, die sich beteiligen wollen, werden gebeten, eine E-Mail an kjp_escaadol@kguzu schicken.

Ob eine Gleichstromtherapie, wie sie bereits bei Depressionen oder chronischen Schmerzen angewandt wird, auch bei ADHS-Kranken das „Gehirn auf Trab bringen“ kann, wie das Uniklinikum schreibt, soll eine zweite Studie klären, für die Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren gesucht werden. Hier lautet die E-Mail-Adresse: kjp_stiped@kgu.de.

Mit den Folgeerkrankungen von ADHS wie Depressionen oder Übergewicht befasst sich die dritte Studie. Sie möchte herausfinden, welche Auswirkungen das Sonnenlicht und viel Bewegung auf den Krankheitsverlauf haben. An diesen Studien können sich auch Erwachsene bis 45 Jahre beteiligen: proud-studie@kgu.de

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