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Umfrage in Frankfurt: Radwege statt Fahrspuren

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Von: Florian Leclerc

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Die Radwege auf der Friedberger Landstraße kommen laut Umfrage gut an. ROlf Oeser
Die Radwege auf der Friedberger Landstraße kommen laut Umfrage gut an. ROlf Oeser © ROLF OESER

Die Goethe-Uni hat Bürgerinnen und Bürger gefragt, wie sie verkehrspolitische Maßnahmen in Frankfurt bewerten. Die Mehrheit ist demnach für eine Umwidmung des Straßenraums.

Die Frankfurterinnen und Frankfurter befürworten mehrheitlich eine Umwidmung des öffentlichen Raumes, bei dem der Autoverkehr weniger, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sowie die Außengastronomie hingegen mehr Platz bekommen.

Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Humangeographie an der Goethe-Universität hervor. Gefragt wurden zirka 3000 Menschen aus Nieder-Eschbach, Bonames, Eschersheim, Nordend, Altstadt und Sachsenhausen; die Rücklaufquote lag bei einem Drittel.

Der Aussage „Ich fände es gut, wenn in Frankfurt Autospuren in Radwege umgewandelt werden würden“ stimmten knapp 70 Prozent der Befragten zu. Mit der Umgestaltung der Friedberger Landstraße zeigte sich die Mehrheit zufrieden. Den Angaben zufolge nutzen viele dort nun auch ihr Rad häufiger.

Beim Mainkai setzte sich die Mehrheit für eine Umgestaltung und mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr ein. Eine erneute vollständige Sperrung sahen die Sachsenhäuser kritisch, anders als die Befragten etwa aus der Altstadt oder dem Nordend. Gegenüber einer erneuten Sperrung zeigte sich die Mehrheit jedoch aufgeschlossen, falls Grünflächen, Sitzgelegenheiten, Außengastronomie und Open-Air-Bühnen hinzukämen.

Beim Parkraummanagement sprach sich die Mehrheit zunächst gegen Gebühren für alle Parkplätze im Wohnumfeld aus. Akzeptanz hingegen gab es für eine Umwandlung der Parkplätze, falls im Ausgleich Radwege, breitere Gehwege, Fahrradabstellplätze und Sitzgelegenheiten entstünden. Ein Maßnahmenpaket mit allgemeinen Parkgebühren und der Umwandlung von Parkflächen im Wohnviertel fand die Mehrheit zumindest wünschenswert.

Die Ergebnisse der Umfrage wurden am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in der Goethe-Universität vorgestellt.

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