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Einen solchen Elektroschocker kann das Überfallkommando der Frankfurter Polizei ab 1. Mai einsetzen.
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Einen solchen Elektroschocker kann das Überfallkommando der Frankfurter Polizei ab 1. Mai einsetzen.

Sicherheit in Frankfurt

Überfall-Kommando testet Elektroschocker

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Das Überfallkommando der Frankfurter Polizei wird den Einsatz von Elektroschockern bis zum Herbst 2018 testen. Der Test beginnt am 1. Mai.

D as Überfallkommando der Frankfurter Polizei hat ab Montag eine neue Waffe dabei. Neben Schlagstock, Pfefferspray und Schusswaffe wird dann auch einer der Beamten einen Taser mit sich führen. Dabei handelt es sich um eine Art Elektroschocker, der auf eine Entfernung von drei bis fünf Metern wirkt. Das Distanz-Elektro-Impuls-Gerät, das einfach nach der Herstellerfirma Taser genannt wird, schießt einen mit Draht verbundenen Pfeil ab, der etwa einen Zentimeter in die Haut eindringt und über den dann ein schwacher Stromimpuls bei hoher Spannung abgegeben wird. Der Strom wirkt unmittelbar auf Nerven und Muskeln, was für die Dauer von mehreren Sekunden eine völlig Handlungsunfähigkeit bewirkt.

Die Taser sind laut hessischem Polizeirecht als Waffe zugelassen, bislang kamen sie aber nur bei den hessischen Sonderkommandos zum Einsatz. Die Erfahrungen dort in den vergangenen zwölf Jahren waren positiv, weshalb die Gewerkschaft der Polizei im Februar einen Probelauf der Taser auch bei der übrigen hessischen Polizei forderte. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass Taser die Häufigkeit des Schusswaffeneinsatzes verringern und hat Innenminister Peter Beuth gebeten, den Versuch auf ein Revier in der Innenstadt und ein Revier im Land auszuweiten.

Nun soll der Test ab 1. Mai aber erstmal beim Überfallkommando beginnen und zunächst für 18 Monate bis Herbst 2018 laufen. Die Bedienung der Waffe ist laut dem Frankfurter Polizeisprecher Andrew McCormack sehr trainingsintensiv. Zwar ist die Treffsicherheit mittels einer Laserpointer-Visierung recht groß, doch ein Beamter, der mit einem Taser agiert, müsse immer von Kollegen gesichert werden, für den Fall einer technischen Fehlfunktion. Daher seien spezielle taktische Konzepte für den Einsatz erforderlich. „Die Waffe ist kein Allheilmittel“, betont McCormack.

Kritiker verweisen sogar auf Todesfälle beim Gebrauch in den USA und Kanada. Schließlich werden die Pfeile bei einer Stromspannung von 50 000 Volt abgegeben. Auch fürchten Kritiker, die Hemmschwelle für den Einsatz der Waffe könne sinken. Zum Einsatz kommen soll der Taser laut Polizeisprecher McCormack nur bei Gefahr für Leib und Leben der Beamten.

Auch die Polizei in Berlin und Rheinland-Pfalz schießt bereits mit dem Taser. In Trier sind gleich zehn solche Geräte im Streifendienst im Einsatz. (mit dpa)

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