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Caroline Schöppe lädt zum Poesie-Salin.
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Caroline Schöppe lädt zum Poesie-Salin.

Fechenheim

Über das Wort hinaus

Caroline Schöppe veranstaltet seit April 2012 einen Poesie-Salon im Eastside-Atelier. Dort sollen Literaturfreunde über Kultur und Poesie diskutieren.

Von Luis Reiß

Ein gutes Gedicht, sagt Caroline Schöppe, muss eine Melodie haben. Es muss vom ersten Moment an verzaubern, zum Nachdenken anregen. Wenn ein Gedicht diese Kriterien erfüllt, trägt Schöppe es beim Fechenheimer Poesie-Salon im Eastside-Atelier vor. Einmal im Monat trifft sie sich dort mit Gleichgesinnten, lauscht selbst geschriebenen und mitgebrachten Texten. „Und manchmal verfasse ich auch selbst ein Gedicht“, erklärt sie.

Genau das ist die Idee: In einem Salon, erklärt Schöppe, werde über Kultur diskutiert. Poesie, das sind für sie nicht nur Gedichte oder eine bestimmte literarische Gattung. „Auch in einem Roman kann es sehr poetische Stellen geben“, sagt sie. Nämlich dann, wenn die Aussage des Textes weit über die geschriebenen Wörter hinausgehe.

In dieser Woche geht es um Blumengedichte

Die Poesiefreunde diskutieren über Texte aus aller Welt. Meistens treffen sie sich am letzten Donnerstag eines Monats, im Eastside-Atelier des Vereins Polymer-FM, der sich im Stadtteil für die Förderung von Kultur und Bildung einsetzt. In Abstimmung mit den Teilnehmern legt Schöppe vorher ein Thema fest. In dieser Woche geht es um Blumengedichte. „Das war zum Beispiel ein Wunsch der Teilnehmer.“

Auch wenn das Wetter nicht so ganz passt. „Von Shakespeare über Goethe bis Wilhelm Busch haben viele Dichter Blumen als Motiv genutzt“, erklärt Schöppe das Motto. Und Blumen wachsen auch bei Regen. Statt spezieller Themen stehen manchmal auch Autoren im Vordergrund. In diesem Jahr gab es eine Sitzung zu Texten von Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda.

Den Poesie-Salon in Fechenheim gibt es seit April 2012. Der Verein Polymer-FM, dessen stellvertretende Vorsitzende Caroline Schöppe heute ist, wollte damals mehrere Veranstaltungsreihen ins Leben rufen. „Als Kind habe ich oft Gedichte geschrieben. Also dachte ich: Das könnte mein Beitrag sein“, erinnert sich die gelernte Sozialarbeiterin.

Mit dem Poesie-Salon kehrte ihr der Spaß am Schreiben zurück. Schöppe, die sich auch intensiv mit dem Buddhismus und verschiedenen Meditationsformen auseinandergesetzt hat, erklärt ihre Schreibtaktik: „Die besten Ideen kommen mir, wenn ich den Alltag und alle Denkblockaden ausblende.“ Oft verfasse sie auch Antworten auf Gedichte, die ihre Mitstreiter im Poesie-Salon vorgetragen haben.

Schreiben, diskutieren – das ist kein Muss. „Jeder ist bei uns willkommen, auch wenn er anfangs nur zuhören möchte“, sagt Schöppe. Zurzeit gebe es treue Teilnehmer, die bei jeder Sitzung anwesend seien. Einige kämen sogar aus benachbarten Stadtteilen. Doch insgesamt dürften es nach dem Geschmack von Schöppe ruhig noch etwas mehr sein. „Die Resonanz in Fechenheim selbst ist eher verhalten.“ Dabei sind die Fechenheimer durchaus fleißige Leser – auch von Gedichten. Caroline Schöppe, die auch den öffentlichen Bücherschrank des Stadtteils betreut, sagt: „Dort ist immer wieder Lyrik zu finden, die schnell wieder vergriffen ist.“

Der Poesie-Salon ist am diesem Donnerstag, 28. August, um 18.30 Uhr im Eastside-Atelier, Alt-Fechenheim 132. Der Eintritt ist frei. Stattdessen wird um Spenden für den Verein Polymer-FM gebeten. Weitere Info gibt es per E-Mail: info@polymerfm.de.

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