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Hochhäuser von oben sehen. Monika Müller

Ferien zu Hause

Über den Dächern Frankfurts

Der „Trianon“ ist das siebtgrößte Hochhaus Frankfurts. Von seinem Dach aus bis zur Rhön und dem Melibokus im Odenwald blicken dürfen nur wenige

Etwas von oben zu betrachten, schafft Abstand, verschärft die Wahrnehmung für das Wesentliche. Beim Blick von oben rückt das große Ganze in den Fokus und lässt vermeintlich Großes plötzlich klein erscheinen. Eine weite Aussicht vor Augen zu haben, ist deshalb immer ein tolles Erlebnis – sofern einem Höhe nur Nervenkitzel und keine Angst einflößt.

Aussichtspunkte sind weltweit Anziehungspunkte: der Pariser Eiffelturm, der Dom in Köln, der Grand Canon in Arizona, die Kölnbreinsperre in Kärnten, die Harbour Brücke in Sydney oder das Burj-Khalifa-Hochhaus in Dubai. Seit wenigen Wochen ermöglicht auch der Frankfurter Goetheturm wieder einen tollen Blick über Frankfurt.

Genau so schön ist es, von einem Hochhaus mitten im Bankenviertel über die Dächer der Stadt zu schauen – und plötzlich wieder den kleinen Goetheturm inmitten von sattem Grün zu entdecken. Das Trianon-Hochhaus steht in der Mainzer Landstraße, direkt neben den Zwillingstürmen der Deutschen Bank. Eine Besonderheit ist, dass es keine Besucheraussichtsplattform gibt. Das heißt, die Gewinnerin oder der Gewinner der Verlosung erhalten einen exklusiven Ausblick vom Trianon-Hochhaus.

Das Trianon ist der Hauptsitz der Deka Bank, wurde 1993 fertiggestellt, steht mit 186 Metern Höhe und 47 Stockwerken auf Platz 7 der höchsten Wolkenkratzer von insgesamt 114 Hochhäusern in der Bankenmetropole. Größer als das Trianon sind nur der Commerzbank Tower, Messeturm, Westendstraße 1, Main Tower, Tower 185 und der Omniturm. Das Besondere am Trianon ist zweifellos sein Grundriss. Es hat die Form eines Dreiecks, dessen Ecken ebenfalls durch dreiseitige Türme gebildet werden. Den Abschluss bildet auf dem Dach eine umgedrehte dreiseitige Pyramide.

verlosung

Heute verlosen wir exklusiv für eine Person mit Begleitung den fotografischen Panoramablick vom Dach des Trianon-Hochhauses, Mainzer Landstraße 16–24, auf die Mainmetropole und darüber hinaus. Wenn Sie gewinnen möchten, rufen Sie bis Montag, 10. August, 14 Uhr, bei unserer Gewinnhotline 01378 /800 831* an und nennen Sie das Stichwort „Trianon“. Damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können, hinterlassen Sie bitte Ihren Vor- und Nachnamen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk teurer. Anbieter: Telemedien Interactive GmbH; Datenschutz unter: datenschutz.tmia.de Die Gewinner werden per Zufall ermittelt und telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne findet nicht statt. Mitarbeiter der Frankfurter Societäts-Medien GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. fr

Weniger spektakulär ist hingegen der Weg auf das Dach. Der Aufzug rast nicht in Spitzengeschwindigkeit die 45 Stockwerke nach oben, der Magen dreht sich dabei nicht, es geht gemächlich voran. Wenn sich die Aufzugstür öffnet, ist nur ein schnödes graues Treppenhaus zu sehen. Nun geht es noch die Treppen hinauf, dann erst landet man im 47. Stockwerk.

Robel Zegai Million, der stellvertretene Objektleiter des Trianon, öffnet die Tür und schon weht einem der Wind kräftig entgegen. Obwohl es an diesem leicht wolkigen Tag etwas trübe ist, ist die Aussicht dennoch gut. Auf der Südseite reicht der Blick bis zum Melibokus im Odenwald, die Türme des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg wirken wie Miniatursterne und auf einigen Häusern in Frankfurt, rundum das Trianon, sieht man grüne Dachgärten.

Wer durch die Bankentürme schaut, kann gut die Baustelle am Kaiserlei erkennen. Und man fragt sich dort oben, wo eigentlich die Stadtgrenze zwischen Frankfurt und Offenbach verläuft. Denn wer das nicht im Kopf hat, der wird sie auch nicht erkennen, so sehr sind die beiden Städte bereits verschmolzen.

Bei dem Rundgang auf dem Dach ist Vorsicht geboten, denn es handelt sich hier ja nicht um eine gesicherte Aussichtsplattform, aber keine Sorge, es gibt ein Geländer. Dennoch sollte man die Augen offenhalten und auf den Boden achten. Denn dort verlaufen über das ganze Dach gelbe Schienen.

Warum eigentlich? „Auf den Schienen fährt die Gondel für die Gebäudereiniger“, erklärt Million. Auch an diesem Tag sind die Arbeiter im Einsatz. Doch außer zwei Stahlseilen, an denen die Gondel hängt, ist nichts zu sehen. „Sie sind schon seit einer Woche hier und kommen zwei- bis dreimal im Jahr“, sagt Million. Wie lange sie für das gesamte Hochhaus benötigen, weiß er nicht.

Es geht wieder runter und Million führt uns in einen Lastenaufzug speziell für die Feuerwehr. Das Hochhaus hat 28 Personen-, zwei Lastenaufzüge und vier Fahrstühle mit Anbindung zur Tiefgarage.

Den Ausblick genießen kann nur, wer keine Höhenangst hat. Monika Müller
Und, können Sie Ihr Haus entdecken? Monika Müller
Das Dach des Trianon ist nicht öffentlich zugänglich. Monika Müller

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