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Corona

Trotz Termins am Impfzentrum Frankfurt abgewiesen

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Die Anmeldung für die Schutzimpfung weist Tücken auf. Nur spezielle Berufe dürfen das Internetportal „Terminland“ nutzen.

In den vergangenen Tagen erhielt die FR mehrere Zuschriften, in denen sich Menschen darüber beschwerten, dass sie trotz eines Impftermins im Impfzentrum an der Frankfurter Messe abgewiesen wurden. Darunter ein Hochschulprofessor mit genehmigter Einzelfallprüfung, ein 72 Jahre alter Ehrenamtlicher der Landesärztekammer sowie eine Frau, die an der schweren Lungenerkrankung COPD leidet. Was alle gemeinsam haben: Sie nutzten die Plattform Terminland, um ihr Zeitfenster zum Impfen zu buchen.

Nach der Abweisung im Impfzentrum, was in der Regel mit dem Einsatz von Security-Mitarbeiter:innen erfolgt sei, war die Enttäuschung groß. Aber nicht nur das. „Allerdings fühlte ich mich […] wie eine Betrügerin und wurde auch von den anderen Menschen herum entsprechend beäugt“, schreibt die Frau mit der Lungenerkrankung. Der 72-Jährige erklärt in seiner E-Mail, es sei eine ihn demütigende Maßnahme gewesen, als man ihn „auf offener Bühne in der Schlange“ abwies.

Alle drei waren in der Annahme zum Impfzentrum gegangen, dass ein bestätigter Termin sowie die Zugehörigkeit zur Prioritätsgruppe 2 ausreichten, um tatsächlich geimpft zu werden. In der Theorie hätte dies auch gereicht – doch alle drei waren nicht berechtigt, über das Portal Terminland einen Termin zu vereinbaren.

Das spezielle Anmeldesystem wurde eingeführt, weil die Stadt das Terminvergabesystem des Landes für festgelegte Berufsgruppen nicht nutzen durfte. Die Zahl der berechtigten Personen wäre dafür einfach zu hoch gewesen. Daher musste kurzfristig eine Alternative bereitgestellt werden, sagt eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezernats auf FR-Nachfrage. Zu den Berufsgruppen zählen unter anderem Ärzt:innen, Klinik- und Praxispersonal, aber auch Polizeikräfte, Grundschullehrer:innen und Personen in Kinderbetreuungseinrichtungen. Es brauche jedoch immer eine entsprechende Bescheinigung des jeweils berechtigten Arbeitgebers. Und genau diese hatten die drei Betroffenen nicht.

Die Dezernatssprecherin führt noch aus, dass derzeit täglich zwischen fünf und zehn Personen abgewiesen werden, weil sie sich unberechtigterweise über Terminland einen Zeit-Slot gebucht haben. Die Zahl der Menschen die täglich in der Festhalle an der Messe geimpft werden, liege zwischen 2500 und 3000.

Menschen, die mindestens zur Prioritätsgruppe 2 gehören, aber nicht berechtigt sind, sich über Terminland anzumelden, sollten die Portale des Landes Hessen nutzen. Also entweder impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de. Auch eine Anmeldung per Telefon unter 116 117 oder 0611 / 505 928 88 ist möglich.

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