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Martin Lücker, Organist an der Frankfurter Katharinenkirche,hat in der Pandemie viele Orgelkonzerte aufgenommen und gestreamt. Foto: Michael Schick
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Martin Lücker, Organist an der Frankfurter Katharinenkirche,hat in der Pandemie viele Orgelkonzerte aufgenommen und gestreamt.

Kirchenmusik in Frankfurt

Trotz Pandemie ein wenig Live-Musik in Frankfurt

  • Andreas Hartmann
    vonAndreas Hartmann
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Das exquisite musikalische Programm in der Frankfurter Katharinenkirche ist momentan zwar stark eingeschränkt, aber nicht verstummt

Der Organist Martin Lücker, seit vielen Jahrzehnten an der Frankfurter Katharinenkirche aktiv, ist seit der Corona-Pandemie sehr viel intensiver im Internet unterwegs. Zahlreiche Orgelkonzerte des renommierten Musikers gingen in den vergangenen Monaten online, immerhin 61 000 Menschen sahen und hörten sich das bei Youtube an, wie er am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen musikalischen Jahresprogramms auf der Orgelempore von Frankfurts evangelischer Hauptkirche berichten konnte.

„Aber der schönste Internetrundgang durch Venedig kann mir das Gefühl, in einer schwankenden Gondel zu sitzen, nicht ersetzen“, meinte er lapidar. „Wir brauchen musikalische Primärerlebnisse.“ Nun ist das gerade angesichts eines ziemlich weitgehenden Lockdowns, der auch die Musik hart trifft, schwierig. Die Kirchen allerdings haben das Privileg, dass Gottesdienste auch weiterhin stattfinden dürfen. Und zur lutherischen Liturgie gehört die Musik fast so zwingend wie das Amen. Die Orgel erklingt also weiterhin, und zu den Predigten darf auch musiziert werden. Das exquisite musikalische Programm allerdings, das die Katharinenkirche an der Hauptwache immer auszeichnete, ist stark eingeschränkt, wie Michael Graf Münster sagte. Zwar liegt nun ein neues Programmheft vor, doch das sei „eher eine Absichtserklärung“.

Für Musikerinnen und Musiker sind es harte Zeiten. Ein Sänger habe ihm berichtet, dass er seit Juni gerade einmal einen einzigen Auftritt (und das auch nur für ein Video) gehabt habe, sagte Graf Münster. Immerhin drei musikalische Vespern in kleinster Besetzung (Graf Münster und Lücker sprechen von „Expiranten“, also Sängern) plant er in den nächsten Wochen jeweils um 18 Uhr.

Am 26. Februar sind zur Andacht Teile von Johann Hermann Scheins „Israelsbrünnlein“ von 1623 zu hören, am 12. März erklingt Bachs berühmte Motette „Jesu, meine Freude“ und am Palmsonntag, 18. März, führt Graf Münster Heinrich Schütz’ „Johannespassion“ auf, eine absolute Rarität, wie der Dirigent betont.

Das Jahr 2021 solle sich rasch normalisieren, denn es gebe einiges nachzuholen. So fiel im vergangenen Jahr eine Uraufführung zur Erinnerung an den 125. Geburtstag Paul Hindemiths genauso aus wie ein großes Festkonzert zu Beethovens 250. Geburtstag. Beides soll nach Möglichkeit nachgeholt werden. Auch die renommierte, auf 20 Jahre angelegte Aufführung aller geistlichen Bachkantaten wurde pandemiebedingt unterbrochen und soll, so Gott will, am Ostersonntag wiederaufgenommen werden.

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