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Die Alte Oper ist regelmäßig Teil der Luminale.

Frankfurt

Trotz Corona-Krise: Luminale in Frankfurt findet statt

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Die Messe „Light + Building“ ist wegen des Corona-Virus vorerst abgesagt – die viertägige Biennale der Lichtkunst, die Luminale, hingegen nicht.

Inmitten der Corona-Krise gibt es auch gute Nachrichten: Die Luminale in Frankfurt findet wie geplant vom 12. bis zum 15. März statt. Die Biennale für Lichtkunst beginnt traditionell zum Ende der Messe „Light + Building“, in der ganzen Stadt (und in Offenbach) sind Lichtinstallationen zu sehen. Nachdem die Messe Frankfurt am Montagabend mitteilte, dass die „Light + Building“ wegen des Corona-Virus auf einen Termin im September verschoben wird, waren viele davon ausgegangen, dass die Luminale nachzieht. Doch weit gefehlt. An dem geplanten Programm in Frankfurt und Offenbach gebe es keine Änderungen, sagte Katja Bund, Sprecherin des Veranstalters. Obwohl die Luminale von der Messe unterstützt wird, „sind wir eigenständig“, so Bund.

Die Messe Frankfurt stellte auf FR-Anfrage klar, dass eine Ausrichtung der „Light + Building“ mit unzumutbarem organisatorischem Aufwand verbunden gewesen wäre. Zu der vom 8. bis zum 13. März geplanten Schau wären 2700 Aussteller gekommen, sagte Messesprecherin Dominique Ewert. Im vergangenen Jahr zählte die Veranstaltung rund 220 000 Besucherinnen und Besucher – davon viele aus China.

Alle chinesischen Aussteller und Besucher hätten einer Vorgabe des Frankfurter Gesundheitsamts zufolge, in einem aufwendigen Verfahren auf das Corona-Virus getestet werden müssen, erklärte Messesprecher Markus Quint. Im Einzelnen hätte das bedeutet: Jeder Gast aus China hätte über seine Aufenthaltsorte in den vergangenen Wochen befragt werden müssen. Sofern sich daraus ein Verdacht ergeben hätte, hätten Ärzte zumindest einen Abstrich nehmen müssen. Unter diesen Prämissen habe sich die Messe für eine Verlegung auf einen Termin zwischen Mitte und Ende September entschieden.

Sorge um Gästezahlen

Offen blieb am Dienstag die Frage, was dieses Vorgehen für die Messen in den kommenden Wochen und Monaten bedeutet. „Wir können das einfach noch nicht sagen“, sagte Quint. Er verwies darauf, dass die Messe noch am Donnerstag voriger Woche eine Pressemitteilung veröffentlicht hatte, wonach die „Light + Building“ wie geplant stattfinden sollte. Über das Wochenende habe sich die Lage dann aber zugespitzt.

„Ich hätte mir vorige Woche noch nicht vorstellen können, dass in Europa ganze Städte abgeriegelt werden“, so Quint. Insofern könne er etwa für die Musikmesse, die am 31. März beginnen soll, noch keine Prognose treffen. „Wir werden das abwarten und die Lage genau beobachten müssen“, sagte Quint.

Abwarten und die Lage beobachten, das macht derzeit auch Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress GmbH. Ihm spielt in die Hände, dass die Stadt in den nächsten Tagen keine Großveranstaltungen plant. Die Frühjahrsdippemess beginnt erst am 2. April. „Wie die Lage dann ist, lässt sich ja überhaupt nicht prognostizieren“, sagte Feda.

Fest steht, dass die Corona-Krise bei dem Pressegespräch eine Rolle spielen wird, zu dem Feda und Oberbürgermeister Peter Feldmann für den heutigen Mittwoch eingeladen haben. Feldmann und Feda präsentieren dabei die Jahresbilanz des Tourismus in Frankfurt. Die Übernachtungszahlen sind auf einem Rekordhoch – aber lässt sich diese gute Statistik angesichts der Angst vieler Menschen vor dem Virus halten?

Feda will dem Pressegespräch nicht vorgreifen. Dass die Touristik-Branche aber unter dem Virus leiden wird, dürfte feststehen. Als sich in den vergangenen Jahren etwa Sars oder die Vogelgrippe zu einer weltweit auftretenden Epidemie auswuchsen, gingen die Gästezahlen in Frankfurt deutlich zurück.

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