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Gerd Hitzinger ist der Chef in der Kneipe "Baseler Eck" am Baseler Platz.
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Gerd Hitzinger ist der Chef in der Kneipe "Baseler Eck" am Baseler Platz.

Gutleut

Treffpunkt der Airliner

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Das Baseler Eck im Gutleut ist seit jeher bei Stewardessen und Piloten beliebt. Kein Wunder, dass die Speisekarte in fünf verschiedenen Sprachen daherkommt. Gerd Hitzinger, der die Gaststätte seit 45 Jahren führt, wird sich im Laufe des Jahres dennoch zurückziehen.

Das Baseler Eck ist traditionell und international zugleich. Auf der Speisekarte der Gaststätte am Baseler Eck stehen die Gerichte in fünf verschiedenen Sprachen. Und Gastronom Gerd Hitzinger, der ursprünglich aus dem Vogelsberg kommt, kann immerhin Englisch. Mithilfe seiner Gäste.

Denn ein Großteil der Menschen, die bei ihm einkehren, arbeiten seit jeher bei Fluggesellschaften. Davon zeugt eine wahrlich beeindruckende Sammlung von Aufklebern an den Wänden des Schankraums.

Längst verblichene Airlines wie die Pan Am hängen dort, aber auch Etihad, Alitalia oder die Lufthansa. „Früher sind die Crews immer im Continental Hotel untergekommen“, erinnert sich Hitzinger. Das liegt nur wenige Gehminuten vom Baseler Eck, in der Wilhelm-Leuschner-Straße, entfernt.

„Wenn die morgens in Frankfurt gelandet sind, haben sie sich erst hingelegt, abends sind sie dann zum Essen zu mir gekommen.“ Über Jahre hatte er ein Schild „Airliner Treff“ draußen über der Tür hängen, damit die Stewardessen und Piloten auch wussten, wo sie hin müssen. 1988 war sogar die Crew bei ihm zu Gast, die einen Tag später dem Attentat in Lockerbie zum Opfer fiel, bei dem eine Pan-Am-Maschine über der schottischen Stadt mutmaßlich vom lybischen Geheimdienst gesprengt wurde,. „Bei mir am Tisch saßen auch schon Israelis und Araber friedlich nebeneinander“, erinnert sich der 71-Jährige.

Seit mehr als 60 Jahren gibt es jetzt schon das Baseler Eck am Baseler Platz. 45 Jahre davon ist Gerd Hitzinger der Chef. Im November 1972 kam der gelernte Drucker nach Frankfurt und übernahm mit seiner Frau, seinem Bruder und dessen Frau die Gaststätte. Sein Bruder ging in die Küche, Gerd Hitzinger blieb vorne im Gastraum.

Im Laufe der Jahre kehrten Hitzingers Bruder und seine Frau der Gaststätte den Rücken. Und mittlerweile würden viele Flugbegleiter auch in anderen Hotels als dem Continental wohnen. Ins Baseler Eck würden aber dennoch viele kommen. „Für manche gehört das zu ihrem Aufenthalt in Frankfurt einfach dazu“, sagt Hitzinger und freut sich. Während Messenzeiten steige die Besucherzahl ein weiteres Mal an, dann habe er spätestens ab 18.30 Uhr alle Hände voll zu tun.

Dass das Gutleut wächst, bekommt auch Hitzinger zu spüren. Zwar würden viele Bewohner aus dem Viertel gerne bei ihm reinschauen, aber eher nur die Alteingessenen. „Leute aus dem Westhafen-Bereich kommen wenn dann nur zum Essen.“

Eine deutliche Veränderung wird es auch im Baseler Eck geben. Im Laufe des Jahres wird Hitzingers n Sohn, der schon jetzt zum Team gehört, die Gaststätte übernehmen. Hitzinger zieht sich zurück, wird sich eher im Hintergrund halten. „Wenn Messe ist, stehe ich aber auch wieder hinterm Tresen“, versichert er.

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