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AWO-Affäre Frankfurt

„Transparente Strukturenbei der AWO schaffen“

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Warum die Sozialdemokratin Petra Rossbrey am 15. Februar für den Vorsitzdes Präsidiums der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt kandidiert.

Seit dem 31. Dezember liegt ein langes Berufsleben hinter Petra Rossbrey. An diesem Tag endete die Arbeit der Managerin als Geschäftsführerin der Fraport-Tochtergesellschaft für Cleaning Service (GCS). Die 60-Jährige ist jetzt frei und bereit für neue Aufgaben. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die Frankfurter Sozialdemokratin sich bereit erklärt hat, am 15. Februar für den Vorsitz des Präsidiums der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu kandidieren.

„Mein sozialdemokratisches Herz hängt an der Arbeiterwohlfahrt“, sagt die frühere Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bornheim. Nach der Affäre der Frankfurter AWO um überhöhte Funktionärsgehälter und Luxus-Dienstwagen und nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaften Frankfurt und Wiesbaden gegen AWO-Spitzen gehe es jetzt darum, „Vertrauen wieder aufzubauen“, sagte Rossbrey im Gespräch mit der FR.

Ihr Ziel sei es, „offene und transparente Strukturen zu schaffen“ und „um neues Vertrauen für die AWO zu werben“. Nach langer Zeit als Sozialdemokratin ist die erfahrene Juristin deshalb jetzt auch Mitglied bei der Arbeiterwohlfahrt geworden. Rossbrey ist seit vielen Jahren auf vielen Frankfurter SPD-Parteitagen als engagierte Rednerin aufgetreten. Mehr als 30 Jahre lang hat sie auf dem Rhein-Main-Flughafen gearbeitet, unter anderem war sie Juristin bei der Fluggesellschaft Lufthansa. Im FR-Gespräch ließ sie offen, wie sie mit der früheren Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) zusammenarbeiten will, die von der Arbeiterwohlfahrt Hessen-Süd als Chefin einer „Task Force“ zur Bewältigung der AWO-Krise berufen worden war.

Im Fall ihrer Wahl an die Spitze des Frankfurter AWO-Präsidiums müsse sie sich als Erstes „einen Überblick über die Untersuchungsergebnisse“ zu den Strukturen der Organisation verschaffen. Ob die derzeitige Geschäftsführung weiterarbeiten könne, sei offen: „Erst müssen alle Fakten auf den Tisch.“

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