+
Die etwas andere Perspektive.

Verkehr

Trams in Frankfurt: Mit dem Bahnbabo unter der Straßenbahn

  • schließen

Juliane Koswig hat bei „Ferien zu Hause“ ein Treffen mit Frankfurts bekanntestem Tramfahrer gewonnen. Die FR hat sie dabei begleitet.

Frankfurt - Das Meet and Greet mit Deutschlands wohl berühmtestem Straßenbahnfahrer Peter Wirth, besser bekannt als der Bahnbabo, beginnt schon früher und an einem anderen Ort als gedacht.

Eigentlich soll FR-Gewinnerin Juliane Koswig den Bahnbabo am Freitag erst im VGF-Betriebshof Gutleut zur Führung treffen. Sie hat das Kennenlernen bei der FR-Aktion „Ferien zu Hause“ gewonnen. „Aber als ich aus dem Hauptbahnhof rauslief, sah ich, wie der Bahnbabo in den Bus zum Betriebshof eingestiegen ist, und da bin ich gleich hinterhergerannt“, erzählt die 21-Jährige aus Mühlheim und lacht. Und sie sagt: „Ich bin fürs Studium aus Baden-Württemberg nach Frankfurt gezogen. Ich kenne Frankfurt gar nicht ohne den Bahnbabo.“

Koswig studiert Politikwissenschaften und Philosophie an der Goethe-Uni und hat den Bahnbabo zum ersten Mal live Anfang 2018 erlebt. „Er ist mir gleich positiv aufgefallen, weil er so gute Laune mit einem seiner Gedichte verbreitet hat.“

Gefunden auf Jodel: Bilder vom Bahnbabo

Ein paar Tage später entdeckt sie den 57-Jährigen dann auf der Social-Media-App Jodel, wo es einen eigenen „Bahnbabo“-Kanal mit vielen Fotos von ihm im Spagat oder mit seinen zahlreichen Fans gibt. „Aber ich habe ihn dann leider nie wieder in der Straßenbahn getroffen. Ich hatte schon überlegt, in den Semesterferien auf Jodel zu schauen, auf welcher Linie er unterwegs ist, und mich an die Haltestelle zu stellen, bis ich ihn sehe.“ Dann entdeckt sie das FR-Gewinnspiel. „Ich habe mich so gefreut, dass ich gewonnen habe.“ Die beiden verstehen sich von Anfang an.

Der Bahnbabo schenkt ihr einen signierten VGF-Bahnbabo-Beutel. „Den wollte ich schon lange haben, aber den kann man nicht kaufen, sondern nur gewinnen“, so Koswig. Dann geht es auch schon mit dem Beutel unterm Arm mit der Werkstattführung los. Koswig darf mit dem Bahnbabo und Werkstattleiter Daniel Ecke unter eine hochgehobene Straßenbahn laufen und sich genau die Magnetschienenbremse anschauen. „Das ist etwas sehr Besonderes, und ich interessiere mich auch ein wenig für Technik“, sagt Koswig. Sie habe noch nie unter einer Straßenbahn gestanden.

Später geht es auch ins Führerhäuschen, und der Bahnbabo erklärt ihr die vielen Knöpfe wie den „Sand“-Knopf. „Der Sand kommt zum Einsatz, wenn es nieselt oder viel Laub auf den Schienen liegt und die Bahn sonst ins Rutschen kommen würde“, sagt der Bahnbabo.

Posieren mit dem Bahnbabo

Koswig hat sich Fragen, die direkt etwas mit dem Leben des Bahnbabos zu tun haben, auf einen Zettel geschrieben. Sie fragt ihn beim späteren Burgeressen, ob Straßenbahnfahrer immer sein Traumberuf gewesen sei. „Nein, war es nicht“, sagt der Bahnbabo. Er hatte in den 1980ern einen Taxibetrieb, aber dann begann seine Frau bei der VGF, und er folgte. Auch fragt sie ihn über seine geplante Bahnbabo-Partei und OB-Pläne. „Meine Kommilitonen und ich würden dich gerne bei der Parteiarbeit unterstützen“, sagt sie. Zwischendrin postet Koswig Bilder auf Jodel. Koswig ist fast so fit und gelenkig wie der Bahnbabo. Sie hebt für ein Foto wie der Bahnbabo ganz lässig das gestreckte Bein hoch gegen eine Bahn. „Ich bin so neidisch“, schreibt ein Mädchen auf Jodel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare