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Das stolze Betriebspersonal mit ihrer Trambahn um 1905-1910. Damals waren die Plattformen noch nicht verglast: Bei schlechtem Wetter standen die Fahrer im Regen.

Bornheim

Mit der Tram in die Vergangenheit

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Ein neuer Stadtteilkalender zeigt, wie der Alltag früher im Lustigen Dorf aussah.

Heute ist es genau 137 Jahren her, dass die erste von Pferden gezogene Tram von der Friedberger Anlage über den Sandweg bis zur Kirchnerschule am Hohen Brunnen fuhr. Es war die Verlängerung der zweiten Linie der Frankfurter Trambahn-Gesellschaft, und ein großer Fortschritt für das Lustige Dorf. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Bahnen auf Elektrizität umgestellt – stolz präsentierte sich das Betriebspersonal damals einem Fotografen.

Der neue Stadtteilkalender „Wir in Bornheim“ präsentiert erneut zahlreiche Fotos und Postkarten, die den Betrachter in die Vergangenheit des Lustigen Dorfs entführen. Der Bürgerverein und Förderkreis historisches Bornheim hat die 21. Ausgabe erstellt. Das dreiköpfige Kalenderteam, bestehend aus Dieter Church, Maximilian Koch und Bernhard E. Ochs, hat die Zeugnisse der Vereins- und Kneipenkultur zusammengestellt, die zeigen, wie die Menschen früher den Alltag und ihre Feste erlebt haben.

Zu sehen ist etwa der Blumensaal an der oberen Berger Straße, der zum Traditionslokal „Weiße Lilie“ gehörte. SPD-Parteitage fanden dort ebenso statt wie Bälle. Interessant ist auch die Aufnahme des Bornheimer Süßwarenverkäufers Pietro Tassini aus der Zeit um 1900. Er wohnte in der Löwengasse, wo er Leckereien in seiner Küche herstellte. Und dann in kleine Papiertütchen gepackt auf der Kerb und in Gaststätten anbot.

Der Kalender ist zum Selbstkostenpreis von 9 Euro erhältlich: Bornheim-Apotheke, Im Prüfling 21-25, Buchhandlung Naumann & Eisenbletter, Berger Straße 168, Buchhandlung Schutt, Arnsburger Straße, Haus- und Spielwaren Meder, Berger Straße 198, Frankfurter Volksbank, Berger Straße 207-209, Kaufhaus Hessen, Berger Straße 288, Herrmann Zeitschriften, Berger Straße 191, Stempel-Schmidt, Saalburgstraße 1 und im Fotostudio StuGraPho am Merianplatz 8.

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