Der Ortsbeirat 4 will die Tramlinie 12 ins Ostend locken. Foto: Christoph Boeckheler

Ostend

Tram 12 ins Ostend führen

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Ortsbeirat 4 möchte blinden Fleck im Linienplan füllen. Am Ratswegkreisel soll die Straßenbahn 12 nicht nach Fechenheim fahren sondern gen Westen.

Wer von Bornheim aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Hanauer Landstraße im Ostend möchte, muss Zeit mitbringen. Weder U-Bahnen noch die Straßenbahnen, die in Bornheim Mitte starten, befahren den Abschnitt zwischen Ratswegkreisel und Ostbahnhof. Der Ortsbeirat 4 möchte das ändern. Einem Antrag der Grünen folgend soll die Stadt prüfen, ob die Endhaltestelle der Tramlinie 12 ab dem Fahrplanwechsel 2020 von Fechenheim an den Zoo oder in die Grusonstraße am Ostbahnhof verlegt werden kann.

Die mittlere Hanauer Landstraße ist nach Ansicht des Gremiums von Bornheim aus „nicht angebunden“ und „nur umständlich zu erreichen“, sagt Antragsteller Martin Ried (Grüne). Mit der Linie 12 müssten Fahrgäste Richtung Fechenheim fahren. An der Daimlerstraße könnten sie in die 11 umsteigen und einen Teil der Strecke wieder zurückfahren. „Das macht kaum jemand“, sagt Ried. Deshalb bliebe der Einzelhandel, die Gastronomie und die Kultureinrichtungen dort für die Bornheimer „praktisch unerschlossen“. Das Auto sei keine Alternative, da es keine Parkplätze gebe.

Nicht nach Fechenheim

Ried schlägt vor, dass die von Schwanheim kommende Linie 12 am Ratswegkreisel nicht mehr nach Osten zur Endhaltestelle an der Hugo-Junkers-Straße abbiegt. Stattdessen soll sie gen Westen fahren. Womöglich bis zum Zoo. Denkbar wäre auch eine Endhaltestelle an der Grusonstraße am Ostbahnhof. Die soll laut Ried einem Beschluss der Stadtverordneten zufolge ohnehin nicht mehr dem Straßenverkehr zu Verfügung stehen. Allerdings müssten Gleise gelegt werden.

Einschränkungen für Fahrgäste nach Fechenheim sieht der Ortsbeirat dadurch keine. Das Gebiet werde von der Tramlinie 11 abgedeckt. Zudem werde die Strecke nur wenig genutzt. Grünen-Chef Ried vermutet, dass das daran liege, dass der Neckermann-Standort in Fechenheim nach der Insolvenz geschlossen worden ist. „Viele Mitarbeiter sind früher mit der Bahn gekommen.“ Heute gebe es dort „nur noch einen Baumarkt und ein Möbelhaus“. Deren Kunden kämen in der Regel nicht mit der Bahn.

Die Stadt werde prüfen, ob die Endstation der Linie 12 verlegt werden kann, sichert Thomas Erhart vom Verkehrsdezernat zu. Möglich ist es, teilt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) auf Anfrage der FR mit. Die Straßenbahnen könnten am Ratswegkreisel auch nach Westen abbiegen und bis zum Zoo weiterfahren. „Die Gleise sind vorhanden.“

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